Fit für den weiteren beruflichen Weg - 14.07.2010
Elf Auszubildende der Kreisverwaltung – davon fünf Verbundauszubildende – erhielten am 06. Juli 2010 im Landratsamt in Erbach nach erfolgreichem Abschluss der Lehrzeit ihre Zeugnisse. „Sie sind fit für den weiteren beruflichen Weg“, sagte Landrat Dietrich Kübler, als er den Absolventen gratulierte und ihnen die Zeugnisse überreichte.

Erfolgreicher Abschluss für Auszubildende der Kreisverwaltung – Landrat: „Beweisen Sie, dass es ohne Sie nicht geht“

Elf Auszubildende der Kreisverwaltung – davon fünf Verbundauszubildende – erhielten am 06. Juli 2010 im Landratsamt in Erbach nach erfolgreichem Abschluss der Lehrzeit ihre Zeugnisse. „Sie sind fit für den weiteren beruflichen Weg“, sagte Landrat Dietrich Kübler, als er den Absolventen gratulierte und ihnen die Zeugnisse überreichte. Nach drei Jahren Ausbildung sind Tanja Bethke und Bernadette Fabian nun Verwaltungsfachangestellte, Julia Hartmann, Katharina Heldmann und Saadet Öztürk Fachangestellte für Bürokommunikation und Alexander Schmidt ist Informatikkaufmann. Über den Abschluss als Industriekauffrau verfügen Michèle Borger und Lubow Krieger, während Rebecca Rebscher sich jetzt Kauffrau für Bürokommunikation nennen darf. Jeweils als Kaufmann für Bürokommunikation beginnen Dominik Reifschneider und Alexander Waßner einen neuen Abschnitt im Berufsleben. Die seit Jahren starken Leistungen Auszubildender beim Odenwaldkreis würdigten sowohl der Landrat als auch Britta Bönsel für den Personalrat. Dietrich Kübler hielt für Tanja Bethke und Bernadette Fabian, die beide mit der Note eins ihre Prüfungen abschlossen, Buchpräsente bereit. Der Kreis-Chef unterstrich, dass fast alle Nachwuchskräfte bereits in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden konnten. Seine persönliche Hilfe bot er an, wo noch eine Stelle gesucht wird. Kübler ermunterte die jungen Kräfte zu engagierter Arbeit und gab ihnen dazu den Tipp: „Beweisen Sie, dass es ohne Sie nicht geht“. Hauptabteilungsleiter Oliver Kumpf ergänzte seine Glückwünsche an die erfolgreichen Prüflinge mit der Information, dass Saadet Öztürk ihren Ausbildungsgang als Lehrgangsbeste bestand. Er merkte an, dass nun die Zeit der Bewährung beginne und für die Zukunft neben konstantem Einsatz auch auch die Bereitschaft zur Weiterbildung gefragt sei. Glückwünsche übermittelten auch Frauenbeauftragte Amarelle Opel, die Koordinatorin der Verbundausbildung Maria Zeitler, Jugend- und Auszubildendenvertreterin Sandra Edelmann sowie Ausbildungssachbearbeitern Heide Horn, die zugleich für den Leiter des Personalamtes Manfred Kaufmann sprach.

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Fit für den weiteren beruflichen Weg: Erfolgreiche Auszubildende der Kreisverwaltung haben in Erbach aus der Hand von Landrat Dietrich Kübler ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Unser Bild zeigt von links Alexander Schmidt, Jugend- und Auszubildendenvertreterin Sandra Edelmann, Bernadette Fabian, Personalratsvorsitzende Britta Bönsel, Tanja Bethke, Landrat Kübler, Katharina Heldmann, Hauptabteilungsleiter Oliver Kumpf, Alexander Waßner, Ausbildungssachbearbeiterin Heide Horn, Frauenbeauftragte Amarelle Opel (leicht verdeckt), Michèle Borger, Lubow Krieger, Rebecca Rebscher, die Koordinatorin der Verbundausbildung Maria Zeitler, Julia Hartmann und Saadet Öztürk. Zum Bericht.

Ausbildung bei zwei Lehrherren - 20.08.2009
Berufsstart: Alexander Waßner lernt vom Wechsel aus der Dienststube in ein Unternehmen
KIRCHBROMBACH. Was macht denn unser Verbund-Auszubildender? Bei einem Zusammentreffen jener Partner, bei denen Alexander Waßner den Beruf des Kaufmannes für Bürokommunikation lernt, zeigten sich die Beteiligten überzeugt von dem Konzept. Ebenso wie der Auszubildende selbst: „Wenn man eine Verbundausbildung macht, ist es abwechslungsreicher als bei einer herkömmlichen Lehre. Man lernt viele Leute kennen und ist in verschiedenen Unternehmen tätig“, erklärte Alexander Waßner, der nun das zweite Lehrjahr beendet hat. Erst über eine Ausschreibung der Agentur für Arbeit ist er auf die Ausbildung im Verbund aufmerksam geworden. Seinen Beruf lernt er bei dem Holzfachhändler Grieser in Kirchbrombach sowie bei der Stadtverwaltung Michelstadt. Organisiert wird dies von Projektleiterin Maria Zeitler beim Odenwaldkreis, der auch als „Leitbetrieb“ für die Ausbildung verantwortlich zeichnet. Die Ausbildungszeiten an beiden Lehrstellen ist klar geregelt, ebenso deren finanzielle Beteiligung.

Sowohl Steffi Lang für die Stadt Michelstadt als auch „Lehrmeister“ Markus Lukschanderl von der Firma Grieser sind angetan von dem Projekt: „Wir wollten unseren Beitrag zur Bekämpfung des Lehrstellenmangels leisten. Für uns war von Anfang an klar: An dem Projekt des Kreises werden wir uns beteiligen“, so Steffi Lang. Markus Lukschanderl merkt dazu an: „Wir bilden bereits eigenständig aus, hätten aber keinen weiteren Azubi einstellen können ohne das Verbund-Angebot.“ Und: „Es ist für uns beide interessant zu beobachten, wie ein junger Mensch in den drei Jahren der Ausbildung heranreift. Jeweils beim nächsten Wechsel sind neue Fähigkeiten zu erkennen.“ Zudem sorgt der Odenwaldkreis für weitere Fortbildung, zum Beispiel in der EDV oder mit Sprach- und Sozialkompetenzkursen.

Alexander Waßner fühlt sich wohl in seiner Rolle: „Man lernt den Unterschied zwischen Öffentlichem Dienst und privaten Unternehmen kennen.“ Dabei weiß er, dass an keinem der Ausbildungsplätze eine Übernahmegarantie besteht. Die Verbundausbildung wird durch Fördermittel vom Land Hessen und aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Projektleiterin Maria Zeitler gibt unter Telefon 06062 70462 dazu Auskunft.

Zusätzliche Ausbildungsplätze dank Partnern im Verbund - 12.08.2009
Geteiltes Leid ist doppelter Gewinn: Vorteile für Auszubildende und Betriebe gleichermaßen

„Die öffentliche Hand hat eine soziale Verantwortung gegenüber den Jugendlichen in unserem Kreis. Wir wollen ausbilden, aber leider sind die Ausbildungsplätze in unserer Verwaltung stark begrenzt; das ergibt sich bereits aus unseren räumlichen Kapazitäten“. So umschreibt der Bürgermeister der Gemeinde Brombachtal, Willi Kredel, die aktuelle Situation in seiner Behörde. In einer vergleichbaren Lage befinden sich auch andere Verwaltungen und Betriebe im Odenwald, die zwar gerne mehr junge Erwachsene ausbilden würden, dies aber aufgrund begrenzter finanzieller und räumlicher Gegebenheiten nicht leisten können. Die Wirtschaftskrise hat in den vergangenen Monaten die Aussichten vieler Schulabgänger auf eine Lehrstelle nicht gerade verbessert. „Es ist unsere Pflicht, junge Menschen in die Berufswelt zu integrieren“, beschreibt Willi Kredel die Gesamtverantwortung, die er als Dienstherr trotz klammer Kasse verspürt. Hier setzt der Verbund an und hilft die mit der Ausbildung einhergehenden Lasten auf mehrere Schultern zu verteilen, auch nach der Erkenntnis: „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“

Die Gemeinde Brombachtal hat in den Jahren 2007 und 2008 insgesamt drei Verbund-Auszubildende aufgenommen und begleitet diese nun zusammen mit drei weiteren Ausbildungsbetrieben auf dem Weg in den Beruf. Um eine reibungslose Ausbildung zu gewährleisten, hatte Bürgermeister Willi Kredel die Verbund-Partner kürzlich zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Ulrike Fill, Prokuristin der Firma Hans-Albert Fill Bauunternehmung GmbH, Beatrice Heßler, Vertreterin der TKS-Sicherheitsdienste GmbH sowie Maria Zeitler, Koordinatorin der Verbund-Ausbildung für die Kreisverwaltung folgten dieser Einladung, um ihre Erfahrungen mit der Verbund-Ausbildung auszutauschen. Die Beteiligten äußerten sich nicht nur „sehr zufrieden“ über die Fortschritte der Berufseinsteiger, sondern auch über das Modell der Verbund-Ausbildung als solches. Ulrike Fill sieht in dieser Art der Berufsvorbereitung vor allem eine „Chance für kleinere Betriebe“, die eine komplette Ausbildung nicht selbstständig anbieten können. Nach Ansicht von Beatrice Heßler genießen auch die Jugendlichen einen bedeutenden Vorteil: „Sie lernen viele neue Aspekte kennen, sei es nun in den Betrieben oder in der öffentlichen Verwaltung. Mit diesem Wissen können sich die Auszubildenden später besser für eine bestimmte Richtung entscheiden.“

An der lockeren Gesprächsrunde nahmen auch die betroffenen Verbund-Auszubildenden teil, die sich begeistert von diesem Projekt zeigten, da sie „völlig unterschiedliche Erfahrungen in völlig unterschiedlichen Bereichen sammeln können.“ Sandra Usinger hat ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation im August 2008 aufgenommen. Im Verbund teilen sich die Hans-Albert Fill Bauunternehmung GmbH, die Gemeinde Brombachtal und die Kreisverwaltung die Ausbildungszeit von insgesamt drei Jahren. Ebenfalls drei Betriebe (Gemeinde Brombachtal, TKS und das Landratsamt) kümmern sich um Rebecca Rebscher, um auch ihr den Start ins Erwerbsleben als Kauffrau für Bürokommunikation zu ermöglichen. Für Jennifer Windisch zeigen sich sogar vier Verbund-Partner verantwortlich: Wiederum die Gemeinde Brombachtal, die TKS, das Unternehmen Fill sowie die Kreisverwaltung bilden die junge Erwachsene zur Kauffrau für Bürokommunikation aus. Maria Zeitler, Koordinatorin der Verbund-Ausbildung beim Odenwaldkreis, dankte den teilnehmenden Betrieben und der Verwaltung. Für die Zukunft sollen neue Verbund-Partner angeworben werden. Sie hofft dabei auf die Kooperationsbereitschaft weiterer Betriebe im Kreis, um das 2003 gestartete Projekt noch erfolgreicher zu gestalten. Schließlich geht es um die Zukunft junger Menschen. Die Verbundausbildung wird durch Fördermittel vom Land Hessen und aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.

Wer sich über das Thema informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler, Telefon 06062 70462 oder per E-Mail unter m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen. Bei ihr kann auch ein Informationsflyer zur Verbund-Ausbildung angefordert werden. Eine Gesamtübersicht aller mitwirkender Betriebe steht im Internet unter www.verbundausbildung.odenwaldkreis.de zur Verfügung.

 



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Die Koordinatorin der Verbund-Ausbildung für das Landratsamt in Erbach, Maria Zeitler (Mitte), informierte sich dieser Tage beim Bürgermeister der Gemeinde Brombachtal Willi Kredel über die Fortschritte der Verbund-Auszubildenden Jennifer Windisch (links) und Sandra Usinger (rechts). Mit dabei sind auch Beatrice Heßler, Vertreterin der TKS-Sicherheitsdienste GmbH (zweite von links) und Ulrike Fill, Prokuristin der Firma Hans-Albert Fill Bauunternehmung GmbH (zweite von rechts). Zum Bericht.

Eine Ausbildung wie das moderne Arbeitsleben - 07.08.2009
Verbundmodell: Lehre bei mehreren Betrieben gilt als zukunftsweisend, weil sie Flexibilität und Vielfalt fördert

ODENWALDKREIS. Stephanie Löbel lernt Kauffrau für Bürokommunikation. Doch die Ausbildung der jungen Reichelsheimerin unterscheidet sich von jener der meisten anderen Berufsanwärte in der Region. Denn Stephanie Löbel absolviert ihre Lehrzeit nicht in einem Betrieb, sondern bei gleich mehreren Arbeitgebern. Sie gehört zu den jungen Leuten, deren Karriere in der Verbund-Ausbildung beginnt, also dem Zusammenwirken mehrerer Firmen, die sich Kosten und Aufgaben teilen. Was dieses Modell ausmacht, das in diesem Jahr in eine Beteiligungskrise geraten ist, schildert die Pressestelle der Kreisverwaltung in einer Betrachtung.

Demnach bildet das Landratsamt selbst den Dreh- und Angelpunkt der Verbundausbildung, was sich nicht nur an der direkten Beteiligung der Kreisverwaltung an jeder der Lehrstellen festmacht. Vielmehr wirbt diese auch für die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen nach dem Teilungsmodell und koordiniert die Kooperationen. Die entsprechenden Arbeiten verrichtet Maria Zeitler, seit Einführung des Modells für dessen Umsetzung verantwortlich und glühende Verfechterin des Systems.

„Die Verbundausbildung hilft, weitere Ausbildungsplätze zu schaffen, und bietet vor allem kleineren Betrieben und Gemeindeverwaltungen eine Chance, Lehrlinge zu beschäftigen und sie an den Betrieb heranzuführen, ohne dass damit unüberschaubare wirtschaftliche und finanzielle Risiken einhergehen“, stimmt der Geschäftsführer der Privat-Brauerei Schmucker (Ober-Mossau), Willy Schmidt, mit ihr überein.
Der Betriebschef äußerte sich gemäß einer Betrachtung der Kreisverwaltung während einer Zusammentreffen mit der Koordinatorin, das der Betrachtung des besonderen Berufsweg von Stephanie Löbel galt. Denn die junge Frau wird in vier Wochen ins Erbacher Landratsamt wechseln – aus dem Mossautaler Unternehmen, in das sie vor drei Monaten von der Reichelsheimer Gemeindeverwaltung her eingetreten ist. Dort begann sie am 1. August vorigen Jahres ihre Ausbildung. Mit Schmidt und Zeitler besuchte sie daher auch der Reichelsheimer Oberamtsrat Gerd Hübner. Wie alle betonten, sorgen die Abschnitte dafür, dass die Auszubildende mit einer außergewöhnliche Aufgaben-Vielfalt ins Berufsleben einsteigt. Mit ihrer Situation ist Stephanie Löbel „rundum zufrieden“, wie sie im Gespräch mit den Ausbildern sagte. Diese äußerten sich ihrem Schützling gegenüber gleichfalls anerkennend. Für Koordinatorin Zeitler drängen sich Parallelen von der neuen Form der Berufsvorbereitung zum späteren Arbeitsleben auf. Es sei heute nicht mehr üblich, dass man bis zum Ende des beruflichen Werdegangs immer am gleichen Arbeitsplatz bleibe. Der Verbund bringe vor diesem Hintergrund deutliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Ausbildung. So werde durch die ständigen Wechsel die Flexibilität gefördert. Dies verkürze später im Falle einer Versetzung die Anpassungsphase.
Gerd Hübner sieht in dem neuen Modell nicht nur eine Chance für die Auszubildenden, sondern auch für die Verwaltung: „Die Jugendlichen lernen in den privatwirtschaftlich geführten Unternehmen viele betriebswirtschaftliche Elemente kennen, die sie später in der Verwaltung anwenden können“. Dies fördere die Entwicklung der Behörden zu Dienstleistungsunternehmen, wie sie ohnehin gefordert sei.

Da sei es nur gut, dass über Systeme wie den Verbund viele kaufmännische Aspekte aus der privaten Wirtschaft in die öffentlichen Verwaltungen einflössen. Hübner erinnerte an die Einführung der doppelten Buchführung (Doppik). Die Umstellung auf dieses neue System ist in der Regel mit zeitaufwendigen Schulungen des Personals verbunden. Die Verbund-Auszubildenden indes kommen mit dieser neuen Form der Buchführung automatisch schon während ihrer Ausbildungszeit in Kontakt.
Der Stellenwert der Verbund-Ausbildung ist stetig gewachsen, schreibt die Pressestelle des Odenwaldkreises in ihrer Betrachtung. Vor allem kleinere Betriebe und Verwaltungen nutzten die Möglichkeit, erste Erfahrungen als Lehrherren zu sammeln. Auch größere Betriebe machten von diesem Modell Gebrauch, um zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen – ehe die Wirtschaftskrise in diesem Jahr zur Zäsur führte. Von der wieder zur positiven Entwicklung der vorigen Jahre zurückzukommen, sieht Koordinatorin Zeitler nun als ihr wichtigstes Nahziel an.

 

Verbund fehlen Verbündete - 07.08.2009
Ausbildung: Zum Lehrbeginn nur noch eine einzige Stelle, die sich mehrere Betriebe teilen

ODENWALDKREIS. Mit seinen Bemühungen, durch die Zusammenarbeit jeweils mehrerer Privatunternehmen und öffentlicher Verwaltungen bei der Ausbildung eines Berufsanwärters zusätzliche und moderne Lehrstellen zu schaffen, hat der Odenwaldkreis in diesem Jahr einen Einbruch erlebt. Dies hat die beim Landratsamt tätige Koordinatorin für die Verbundausbildung, Maria Zeitler, nun auf ECHO-Nachfrage bestätigt. Demnach wird zu Beginn dieses Ausbildungsjahrs nur eine junge Frau oder ein junger Mann eine Lehre nach diesem Modell aufnehmen können. Welchen Rückschlag dies bedeutet, lässt sich den Vergleichszahlen der vergangenen Jahre entnehmen, in denen jeweils fünf bis sechs junge Leute eine Ausbildung antraten, deren Finanzierung und fachliche Betreuung sich das Landratsamt mit einer weiteren Behörde und einem Privatbetrieb oder mit zwei Privatbetrieben teilen (Beschreibung des Modells an einem Beispiel auf dieser Seite). „In diesem Jahr haben wir erstmals kaum noch jemand dazu bewegen können, gemeinsam mit uns tätig zu werden“, bedauert Zeitler, die das Projekt seit dessen Gründung leitet.

Als Ursache für den Rückzug von privater Wirtschaft und anderen Verwaltungen aus der Verbundausbildung macht Zeitler die Wirtschaftskrise aus: „In den Unternehmen herrscht eine so starke Verunsicherung und Anspannung, dass sie sich nicht mehr die kleinste zusätzliche Belastung aufbürden können oder wollen“, fasst Zeitler die Erfahrungen zusammen, die sie beim jüngsten Werben um Beteiligte gesammelt hat. Für Probleme mit dem Modell der Verbundausbildung selbst hat die Koordinatorin nach eigenen Angabe keine Anzeichen.

„Für die hohe Akzeptanz dieses Systems in der Wirtschaft spricht vor allem der konstante Zulauf in den ersten fünf Jahren“, erklärt Zeitler. Denn der sei nur zu erreichen gewesen, weil sich einige der Partner wiederholt zur Verfügung gestellt hätten und immer wieder weitere neu hinzugestoßen seien. „Dies hat uns in diesem Zeitraum immerhin die zusätzliche Ausbildung von 25 jungen Menschen in Zukunftsberufen ermöglicht – ein nicht zu unterschätzender Beitrag zu Beschäftigung und Qualifikation in einer nicht gerade begünstigten Region wie dem Odenwald“, so Zeitler.

Genau auf die damit zusammenhängenden Strukturen habe der Odenwaldkreis das Verbundmodell ja abgestellt: Firmen könnten so ausbilden und sich Nachwuchs verschaffen, ohne das Lehrprogramm selbst komplett vorhalten und die Ausbildung allein bezahlen zu müssen. „Jeder der beiden neben dem Landratsamt beteiligten Betriebe hat weniger als die Hälfte des Aufwands zu schultern“, verdeutlicht Zeitler: Von den 36 Ausbildungsmonaten entfallen sechs auf das Landratsamt und jeweils 15 auf die beiden weiteren Mitwirkenden.

„Darin sehe ich gerade für Krisenzeiten ein gutes Angebot“, erklärt die Koordinatorin, die es deswegen „um so bedauerlicher“ findet, jetzt einen Tiefpunkt in der Beteiligung erleben zu müssen. Zu schaffen macht ihr aber nicht nur dies, sondern außerdem eine andere Erfahrung: Von den Verbundauszubildenden, die in diesem Jahr ihren Abschluss gemacht haben, kann erstmals kaum noch einer mit einer Weiterbeschäftigung rechnen – ein Problem, das die Betroffenen mit vielen ihren Alterskameraden in herkömmlichen Ausbildungsverhältnissen gemeinsam haben.

 

Verbundausbildung: Drei Betriebe " ein Auszubildender
01.04.2009

Zum ersten Mal wird der Beruf des Mediengestalters für Digital- und Printtechnik in einer Verbundausbildung des Odenwaldkreises angeboten. Organisiert von Maria Zeitler von der Kreisverwaltung des Odenwaldkreises, schließen sich mehrere Betriebe zusammen, um dem Verbundauszubildenden gemeinsam ihr Wissen zu vermitteln.
So auch im Falle des 19-jährigen Peter Kaufmann: Der angehende Mediengestalter aus Bad König verbringt seine dreijährige Verbundausbildung bei der Digitaldruckerei QuadraVis, bei der klassischen Druckerei Müller (beide Erbach) und im Landratsamt des Odenwaldkreises.

Sowohl Michael Lendvay, Inhaber von QuadraVis, als auch Irene Müller und Waldemar Tscherepanow von der Druckerei Müller loben das Konzept der Verbundausbildung, ohne das die Lehrstelle sicher nicht entstanden wäre. "Natürlich wollten wir uns daran beteiligen, unserer eigenen Jugend Ausbildungsplätze und somit Perspektiven in der Region zu bieten", so Michael Lendvay. "Doch zum einen war der alleinige Kostenfaktor für unseren Betrieb zu hoch, zum anderen können wir hier nicht das gesamte Wissen weitergeben und lehren. So kam das Konzept der Verbundausbildung genau richtig. Ausschlaggebend war jedoch ein Gespräch mit Frau Zeitler, da ich nach einigen schlechten Erfahrungen eigentlich keine Auszubildenden mehr einstellen wollte." Irene Müller fügt hinzu: "Die Kosten- und Arbeitsteilung war auch bei unserer Entscheidung, eine Verbundpartnerschaft einzugehen, von großer Bedeutung. Denn auch wir wollten jungen Leuten " insbesondere Odenwäldern - Chancen bieten, was nun im Verbund möglich ist." "Solch eine Lehre " besonders die zum Mediengestalter " ist einfach sehr interessant und man lernt Tag für Tag verschiedene Fertigkeiten und erwirbt neue Kenntnisse. Außerdem nimmt man stets neue Eindrücke mit nach Hause. Es handelt sich natürlich auch um eine breit gef

ächerte Ausbildung, sodass es manchmal wirklich stressig werden kann. Vor allem dann, wenn man nach einiger Zeit den Betrieb wechselt", ergänzt Waldemar Tscherepanow.

Peter Kaufmann, der vor seiner Verbundausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printtechnik ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte und danach eine Ausbildung begonnen hatte, die sich für ihn nicht als interessant herausstellte, ist auf die nächste Zeit gespannt: "Da ich mich im Moment noch im ersten Lehrjahr und bei QuadraVis befinde, freue ich mich auf die Erfahrungen, die ich noch in der Druckerei Müller und im Landratsamt sammeln kann. Bis jetzt kann ich aber behaupten, dass dieser Verbund genau das Richtige für mich ist. Es macht Spaß, ist abwechslungs- und umfangreich."

Die Verbundausbildung wird durch Fördermittel vom Land Hessen und durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Wer sich über das Thema informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter 06062/70462 bzw. m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen. Dort ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich. Eine Gesamtübersicht aller mitwirkender Betriebe gibt es unter http://www.verbundausbildung.odenwaldkreis.de/

Verbundausbildung: Positive Aspekte für Azubi und Betriebe
13.03.2009
In Hessen sind rund 30.000 Jugendliche von der angespannten Arbeitsmarktsituation betroffen: Für sie als Schulabgänger gibt es nicht genügend Ausbildungsplätze. In dieser Zeit, in der es keinesfalls mehr selbstverständlich ist, eine Lehrstelle zu finden, hilft der Odenwaldkreis seiner Jugend: Seit sechs Jahren bietet die Kreisverwaltung mit der Unterstützung von 25 Betrieben aus der Region Verbundausbildungen an, die den Schulabgängern neue Perspektiven eröffnen sollen.

„Seit 2003 wurden bereits 32 neue Ausbildungsplätze geschaffen und weitere sollen folgen“, so Maria Zeitler, Verantwortliche für die Koordination der Verbundausbildung im Landratsamt. Mehrere Betriebe schließen sich hierbei zusammen, um den Lehrling in Zusammenarbeit mit dem Kreis auszubilden.
Da alle Beteiligten vom Odenwaldkreis unterstützt werden, haben sowohl kleine als auch mittlere Betriebe die Gelegenheit, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen und somit für ausreichenden Fachkräftenachwuchs im Kreisgebiet zu sorgen. Besonders die Haupt- und Realschüler der Region haben hierbei eine zusätzliche Chance auf eine gute Ausbildung.


So auch im Falle der 17-jährigen Lubow Krieger: Nach ihrem Realschulabschluss begann sie ihre Lehre als Industriekauffrau bei der LY-Firmengruppe und der Volunta gGmbH. Bei der LY-Firmengruppe handelt es sich um einen Firmenverbund im Bereich der Produktion und industriellen Dienstleistung, die sich neben ihren 20 Lehrlingen zusätzlich um zwei weitere Verbundauszubildende kümmert. „Eine Verbundausbildung ist eine hervorragende Gelegenheit, verschiedene Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten“, sagt Bettina Schott, Ausbildungsleiterin der LY-Firmengruppe. „Lubow lernt in unserem Betrieb die Industrie kennen, bei der Volunta gGmbH eine gemeinnützige Einrichtung. So kann sie in ihrem eigenen Interesse entscheiden, was sie mehr anspricht und später machen möchte.“ Sie wies auch darauf hin, dass nach der Ausbildung eine doppelte Übernahmechance besteht. „Eine Verbundausbildung birgt auch für die beteiligten Betriebe positive Aspekte: Der Azubi bringt seine Erfahrungen und Ideen aus den Partnerbetrieben mit ein, was auch intern nützlich sein kann.“
Beim Partnerbetrieb Volunta gGmbH, einem Tochterunternehmen des Roten Kreuzes Hessen, das sich um Freiwilligendienste kümmert, werden neben Lubow Krieger weitere fünf Azubis beschäftigt. Birgit Muth, Geschäftsstellenleiterin in Erbach, würde ihre Entscheidung, eine Verbundausbildung anzubieten, jederzeit wieder treffen. „Unser regionales Bewusstsein war und ist vorhanden, sodass wir gerne dabei helfen, junge Menschen zu fördern – besonders diejenigen, die im Odenwaldkreis zuhause sind. Eine Verbundausbildung bringt natürlich auch Abwechslung in den Betrieb. Aber für die jungen Menschen, die ständig den Betrieb wechseln, ist es natürlich nicht leicht, sich jedes Mal wieder in andere Kriterien einzuarbeiten. Deshalb ist eine gewisse Rücksicht unsererseits wichtig“, so Muth. Ausschlaggebend für die Entscheidung, Verbundpartner zu werden, war ein Bericht im Odenwälder Echo.
Auch die 17-jährige Lubow bestätigt, dass nach jedem Wechsel erst einmal eine zweiwöchige Einarbeitungszeit notwendig ist. „Ich persönlich bin nach den drei Monaten, die man üblicherweise in einem Betrieb ist, noch so in den Themenschwerpunkten und Aufgabengebieten gefangen, dass es zunächst schwer fällt, sich wieder in die neuen Arbeitsgebiete des Partnerbetriebs einzuarbeiten.“ Ob ihr die Tätigkeiten in Industrie oder Sozialwesen besser gefallen, kann sie noch nicht beurteilen. Aber für diese Entscheidung hat sie noch ein bisschen Zeit. Doch bereits jetzt hat sie für sich eine Grundregel festgelegt: „Egal wie oft – man sollte immer fragen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Natürlich ist man in den Betrieben am Anfang etwas zurückhaltend und schüchtern, aber alle Fragen zeigen Interesse und bringen uns im Leben weiter.“
Die Verbundausbildung wird durch Fördermittel vom Land Hessen und durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Wer sich über das Thema informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter 06062/70462 bzw. m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen. Dort ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich. Eine Gesamtübersicht aller mitwirkender Betriebe gibt es unter www.verbund-ausbildung.odenwaldkreis.de

Verbund
Foto: In den Räumen der Volunta gGmbH in Erbach trafen sich die Partnerbetriebe, vertreten (v. l.) durch die Geschäftsstellenleiterin Birgit Muth, die Ausbildungsleiterin der LY-Firmengruppe Bettina Schott und Maria Zeitler, Verantwortliche in der Kreisverwaltung mit der Verbundauszubildenden Lubow Krieger.
Erneut Englisch-Kurs für Verbund-Azubis
15.10.2008

Die Verbund-Auszubildenden des Odenwaldkreises haben auch in diesem Herbst ihre Englisch-Sprachkenntnisse vertiefen können. In einem zweitägigen Sprachkurs im Kloster Höchst wurden den zwölf Azubis neben der Auffrischung des gelernten „Schulenglisch“ auch Fähigkeiten vermittelt, die direkt an den Bedürfnissen von Wirtschaft und Verwaltung ausgerichtet sind. Unter der Leitung von Karen Wallot, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule/Akademie für Lebenslanges Lernen im Odenwaldkreis und selbst in englischer Muttersprache aufgewachsen, wurde das Abfassen von Geschäftsbriefen und E-Mails genauso geübt, wie die telefonische Gesprächsführung in Englisch. Wie Maria Zeitler zuständige Projektleiterin vom Odenwaldkreis mitteilt, werden die Fortbildungsveranstaltungen für die Azubis auch von den Arbeitgebern gerne unterstützt: „Gute Englisch-Kenntnisse von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind für die Firmen in einer international vernetzten Wirtschaftswelt ein bedeutender Faktor.“

Foto: Mit Spaß bei der Sache waren die zwölf Verbund-Auszubildenden des Odenwald im Englisch-Kurs im Kloster Höchst. Geleitet wurde die Fortbildungs-Veranstaltung durch Karen Wallot von der Volkshochschule/Akademie für lebenslanges Lernen Odenwaldkreis. (Bildmitte).

Fortbildungsveranstaltungen für die Verbundauszubildenden werden vom Odenwaldkreis regelmäßig in Absprache mit den Verbundbetrieben durchgeführt. Diese Serviceleistung, durch den Kreisausschuss des Odenwaldkreises organisiert, wird durch Fördergelder vom Land Hessen und durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Weitere Informationen sind bei der Projektleiterin der Ausbildungsverbünde Odenwaldkreis, Maria Zeitler, unter Tel. 06062 70 462 oder E-Mail: m.zeitler@odenwaldkreis.de erhältlich. Verbundausbildung im Internet: www.verbundausbildung.odenwaldkreis.de

Neue Runde der Verbund-Ausbildung / Sechs Lehrlinge starten in Berufsleben bei Kreisverwaltung und Privatwirtschaft
19.08.2008
Auch im neuen Ausbildungsjahr bereitet der Odenwaldkreis wieder sechs Auszubildende im Verbund mit Partnern aus der Privatwirtschaft und Kommunen auf das Berufsleben vor. Neben den Ausbildungsplätzen für vier Kauffrauen für Bürokommunikation ist jeweils eine zusätzliche Lehrstelle zum Mediengestalter und zum Informatikkaufmann geschaffen worden.

Landrat Horst Schnur ließ es sich nicht nehmen, die sechs Azubi in Anwesenheit der Verbund-Partner persönlich im Landratsamt zu begrüßen. Er nahm sich die Zeit, in einem halbstündigen Folienvortrag die Aufgaben und die Organisation der Kreisverwaltung zu erläutern. Gleichzeitig machte er den vier jungen Frauen und zwei Männern Mut, entschlossen an die neuen Aufgaben heranzugehen. „Verbunden mit meinen guten Wünschen für die Zukunft ist die Bitte, dass Sie das, was Sie tun auch hinterfragen. Und dass Sie mit Freundlichkeit und Respekt unseren Kunden gegenüber arbeiten“, so Horst Schnur. Den guten Wünschen für die berufliche Zukunft schloss sich Personalratsvorsitzender Heinz Heilmann an. „Sie sind jetzt keine Schülerinnen und Schüler mehr sondern Kolleginnen und Kollegen. Im Namen aller hier im Hause heiße ich Sie willkommen und hoffe, dass Sie sich bei uns und in den anderen Betrieben wohl fühlen.“

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Die Verbund-Ausbildung beim Odenwaldkreis startet in eine neue Runde. Auszubildende, Arbeitgeber und Behördenvertreter trafen sich zum Auftakt im Landratsamt zum gegenseitigen Kennenlernen. Unser Bild zeigt: Projektleiterin Maria Zeitler, Bettina Schott, Ulrike Fill, Willi Kredel, Burak Uzunyol, Michael Lendvay, Peter Kaufmann, Renate und Gernot Herbig, Berna Keles, Landrat Horst Schnur, Willy Schmidt, Jennifer Windisch, Gerd Hübner, Sandra Usinger, Heide Horn, Sandra Edelmann, Christian Wesp, Dieter Hellmann und Stephanie Löbel (v.l.n.r).

Bei der Verbund-Ausbildung, die im Jahr 2003 erstmals vom Odenwaldkreis organisiert wurde, fungiert die Kreisbehörde als Stammbetrieb und ist für die Ausbildung insgesamt verantwortlich. Vertragsabschlüsse, Einsatzplanung und Betreuung der Azubi werden vom Amt vorgenommen. Maria Zeitler, Projektleiterin der Verbund-Ausbildung freute sich insbesondere über vier neue Betreibe, die als Partner in den Verbund eingestiegen sind. Diese Tatsache bestätigte auch den Geschäftsführer der Privatbrauerei Schmucker, Willy Schmidt, in seiner Auffassung, dass „es sich bei der Verbund-Ausbildung um eine sehr gute Einrichtung handelt, um zusätzliche Ausbildungsstellen zu schaffen. Insbesondere Betriebe, die nicht über die Kapazitäten verfügen, einen Azubi komplett durch eine Lehre zu führen, haben hiermit die Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten.“

Der neue Lebensabschnitt im Ausbildungs-Verbund begann für die künftige Kauffrauen für Bürokommunikation Berna Keles (Hellmann Netscreen, Bad König und LKY, Michelstadt), Stephanie Löbel (Gemeinde Reichelsheim und Privat-Brauerei Schmucker), Sandra Usinger (Gemeinde Brombachtal und Hans Albert Fill Bauunternehmen), Jennifer Windisch (Gemeinde Brombachtal, TKS Sicherheitsdienste und Hans Albert Fill Bauunternehmen, beide Brombachtal). Peter Kaufmann strebt den Beruf als Mediengestalter (Quadravis und Buch-Offsetdruck A. Müller, beide Erbach) an, Burak Uzunyol (Computer Herbig, Erbach und Hellmann NetScreen, Bad König) den des Informatikkaufmannes.

Fünf Auszubildende und vier Verbund-Azubi bestehen Abschlussprüfung / Landrat Schnur händigt Zeugnisse aus
19.06.2008

Neun Auszubildende - darunter vier Verbund-Azubi - am Landratsamt in Erbach haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet und starten nun in eine neue Zeit des Berufslebens. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde händigte Landrat Horst Schnur den sieben Frauen und zwei Männern ihre Zeugnisse aus.

Zu den weiteren Gratulanten gehörten die Personalvertreterin Mona Lonthoff, Jugend- und Auszubildendenvertreterin Sandra Edelmann, Personalamtsleiter Manfred Kaufmann, Azubi-Betreuerin Heide Horn sowie die Projektleiterin Verbundausbildung Maria Zeitler.

Nach drei Jahren Lehrzeit im Ausbildungsgang zur Verwaltungsfachangestellten konnte Nathalie Frisch aus Rothenberg ihr Zeugnis entgegen nehmen. Maren Beck, Jennifer Bohn, Olga Lass und Kai Rabenstein (alle aus Erbach) werden künftig dem Beruf Fachangestellte/r für Bürokommunikation nachgehen.

Als Kaufmann für Bürokommunikation wird Benjamin Uhrig (Brombachtal, im Verbund mit der Firma Grieser und Gemeinde Brombachtal) und als Kauffrauen für Bürokommunikation werden Franziska Veit (Beerfelden, im Verbund mit Meinhardt Marketing GmbH, Firma Spiegelhauer GmbH und Firma Riegler GmbH & Co.KG) sowie Julia Marie Weiß (Reichelsheim, im Verbund mit Autohaus Kunkel, Firma Mahr & Schwebel und der Gemeinde Reichelsheim) ihren Start ins Erwerbsleben vollziehen. Stefanie Geißler (Michelstadt, im Verbund mit LKY Wartungs- und Industrie-Service GmbH sowie Jakob Maul GmbH) übt künftig den Beruf der Industriekauffrau aus.

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Neun Auszubildende - darunter vier Verbund-Azubi - am Landratsamt in Erbach haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet und starten nun in einen neuen Abschnitt im Berufsleben. Zu den ersten Gratulanten gehörten Landrat Horst Schnur, Personalamtsleiter Manfred Kaufmann und die Projektleiterin Verbundausbildung Maria Zeitler, die sich zum Gruppenbild ebenso hinzugesellten wie die Personalvertreterinnen Mona Lonthoff und Sandra Edelmann sowie Azubi-Betreuerin Heide Horn.

Verbunden mit seinen Glückwünschen äußerte Landrat Schnur die Hoffnung die jungen Erwachsenen mögen auch in Zukunft ihre Neugierde und ihren Wissensdurst behalten und stets von Lernbereitschaft begleitet sein. „Die Welt verändert sich stetig und Ihr werdet im Laufe Eures Berufslebens immer neuen Anforderungen begegnen, so dass Ihr auch immer Neues dazulernen müsst.“ Gleichzeitig betonte Schnur, die Verwaltung sei vorrangig für die Bürger geschaffen und nicht umgekehrt. „Versetzt Euch immer in die Situation Eurer Kunden. Für den Bürger ist das Problem, mit dem er zu Euch kommt, immer das größte. Zwar müsst Ihr stets nach Recht und Gesetz handeln aber gleichzeitig Gesetzgebung menschlich interpretieren und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger auslegen.“

Manfred Kaufmann betonte, angesichts der Prüfungsergebnisse habe sich erneut erwiesen, dass die Auswahl der Auszubildenden auch in diesem Jahrgang richtig und gewissenhaft erfolgt sei. Erfreut zeigte er sich, dass zumindest befristet eine Übernahme aller Lehrlinge gewährleistet werden könne. „Wir können allen jungen Männern und Frauen eine Perspektive bieten. Auf Grund der Personalfluktuation in den kommenden Monaten ist auch eine Festanstellung bei entsprechender Bewährung wahrscheinlich. Ich freue mich auch, dass die Verbund-Azubi alle eine Chance in den jeweiligen Betrieben und öffentlichen Stellen erhalten.“

Ihre Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit und kollegiales Miteinander äußerten die beiden Personalvertreterinnen Mona Lonthoff und Sandra Edelmann. Für eine schöne gemeinsame Zeit bedankte sich die zuständige Ansprechpartnerin der Auszubildenden Heide Horn: „Irgendwie ist das schon ein seltsamer Punkt. Es ist jetzt Zeit loszulassen, die Arbeit mit Euch hat mir viel Spaß bereitet. Als Kolleginnen und Kollegen werden wir uns aber hoffentlich ab und an über den Weg laufen.“

Maria Zeitler freute sich über den erfolgreichen Abschluss ihrer Schützlinge im Verbund-Projekt: „Ich denke wir haben somit vier jungen Menschen eine Perspektive geboten. Ich möchte an dieser Stelle auch nochmals allen Betrieben danken, die sich in das Projekt Verbundausbildung eingebracht haben.“

Ausbildung in Bad König, Brensbach und Erbach? - Verbund macht's möglich
20.03.2008
Der sachliche Zusammenhang zwischen Büroausstattung und Schreibgeräten war nicht Grundlage der Verbindung zwischen den Firmen Ritter-Pen Brensbach und Jakob Maul in Bad König. Vielmehr entstand die Partnerschaft aus sozialer Verantwortung und dem Willen einen Beitrag für die Region zu leisten: Beide Unternehmen haben sich zu einem Ausbildungsverbund zusammen geschlossen und leiten Michèle Borger auf dem Weg zur Industriekauffrau an. Im Bunde der Dritte ist das Landratsamt Erbach, vertreten durch Maria Zeitler, die für die Organisation der Verbundausbildung verantwortlich zeichnet. Anfänglich vielleicht noch mit Skepsis beäugt, sind sich heute alle Beteiligten einig, dass die Verbundausbildung alle andere als ein Notnagel ist. Wolfgang Fröhlich, kaufmännischer Leiter der Firma Maul, geht gar soweit, entscheidende Vorteile beim Verbund zu orten: „Im Verbund ist eine hohes Maß an Flexibilität gefragt. Sie haben ständig mit anderen Sachverhalten zu tun, rotieren zwischen Branchen, lernen staatliche Verwaltung kennen und haben stets Kontakt zu anderen Personen.“ Eckhard Heinich, Vertriebs- und Ausbildungsleiter bei Ritter-Pen schlägt deshalb auch einen Mix vor: „Ein Lehrling, der drei Jahre im selben Betrieb war, ist nach der Ausbildung dort sicher einfacher einzusetzen, da er über mehr betriebsinterne Erfahrung verfügt.

Ein Verbund-Auszubildender ist dafür leichter einzuarbeiten und bei einem Arbeitsplatzwechsel sicher anpassungsfähiger.“ Beide stellen sich inzwischen die Frage, warum sich die Verbundausbildung hauptsächlich im kaufmännischen Bereich etabliert hat. „Bisher gehen noch wenige Handwerksbetriebe Verbünde ein. Schreiner- und Schlossereien beispielsweise müssten doch sowohl ein Interesse an einer ausreichenden Nachwuchsförderung als auch an der Weitergabe und dem Austausch verschiedener Fähigkeiten haben.“ Michèle Borger fühlt sich jedenfalls wohl bei der Firma Maul und kann auch aus rein praktischer Sicht dem Verbund viel abgewinnen. Haben die Arbeitgeber doch prompt auf den Wunsch der 17-jährigen Erbacherin reagiert, zunächst in direkter ÖPNV-Anbindung in Bad König und anschließend - hoffentlich mit Führerschein ausgestattet - im Gersprenztal eingesetzt zu werden. Seit sie einen Beruf erlernt, hat sich aber auch in ihrem privaten Umfeld einiges geändert: „Die Wege trennen sich. Während einige meiner Freunde weiter zu Schule gehen, sind andere in die Berufsausbildung eingestiegen. Dadurch ergeben sich neue, unterschiedliche Interessenslagen“.
Aber das hängt wohl nicht allein Verbund- und „normaler“ Berufsausbildung ab. Wer sich über das Thema Verbundausbildung informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter 06062/70462 bzw. m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen. Dort ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich. Eine Gesamtübersicht aller mitwirkender Betriebe gibt es unter www.verbundausbildung.odenwaldkreis.de Foto Partnerschaft aus sozialer Verantwortung und dem Willen heraus einen Beitrag für die Region zu leisten: Eckhard Heinich (Ritter-Pen), Maria Zeitler (Landratsamt Erbach ) und Wolfgang Fröhlich (Jakob Maul) (v.l.n.r) organisieren gemeinsam die Ausbildung zur Industriekauffrau von Michèle Borger.

Zwischen Braukunst, Fensterrahmen und Aktenstapeln
27.11.2007
Derya Yavuz hatte mehr als fünfzig Bewerbungen geschrieben, ein sechsmonatiges Praktikum in Michelstadt durchlaufen und stand am Ende ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz fast mit leeren Händen da. Die Betonung liegt jedoch auf fast, denn mit der Verbund-Ausbildung, organisiert durch das Landratsamt des Odenwaldkreises, hat Derya Yavuz eine Chance erhalten, ihre Motivation und ihr Engagement unter Beweis zu stellen.

Nun absolviert sie ihre Ausbildung bei der Privatbrauerei Schmucker in Mossautal, der Kolmer Fenster-Türen-Wintergärten GmbH in Erbach und der Kreisverwaltung sozusagen zwischen Braukunst, Fensterbau und Aktenstapeln. Ihre Chefs sind derweil zufrieden mit ihrer Leistung. Angetrieben von der Motivation, den Lehrstellenmangel zu mindern, einen Beitrag für die Region zu leisten und einer jungen Frau individuell eine Chance zu bieten, hatten sich Hansjürgen Kolmer und Gabriele Hopfner-Heckmann bereits vor dem Auswahlverfahren der diversen Kandidaten auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Kolmer gibt dennoch zu, dass „Frau Zeitler vom Landratsamt ein wenig nachgeholfen hat“, was sich in der Nachbetrachtung aber als Glücksfall herausgestellt hat. Maria Zeitler, Projektleiterin der Verbund-Ausbildung repräsentiert die Kreisverwaltung, zeichnet verantwortlich für die Organisation und die Partnerakquise und ist somit „im Bunde die Dritte“.

Dass es Hansjürgen Kolmer jedoch nicht darum ging, mal so nebenbei was Gutes zu tun, sondern dass er grundlegende Vorstellungen von einer fundierten Berufsausbildung hat, macht er schnell deutlich. „Azubi sind oftmals behütete Personen, die eigentlich nicht gebraucht werden. Unsere Unternehmensphilosophie geht jedoch von einem anderen Ansatz aus. Bei uns laufen die Lehrlinge nicht nebenher. Sie sind mit Aufgaben betraut, die für den Betrieb tatsächlich notwendig sind. So erstellt Derya jetzt schon Angebote für unsere Kunden. Sie hat dass Gefühl, dass ihre Arbeit gebraucht wird und auch wirklich Sinn macht. Damit einher geht auch eine ganz andere Verantwortung für die eigene Arbeit.“ An dieser Stelle hakt Hopfner-Heckmann ein und ergänzt: „Verantwortung und Flexibilität sind auch bei unseren Ausbildungsbemühungen zentrale Begriffe. Junge Menschen müssen lernen, für ihr Handeln gerade zu stehen. Gleichzeitig ist es erforderlich, dass die jungen Leute sich anpassungsfähig an veränderte Arbeitsabläufe zeigen. Hier liegt eine ganz großer Vorteil bei der Verbund-Ausbildung, da Erfahrungen und Anforderungsprofile aus drei Einheiten gebündelt in einer Ausbildung zusammen kommen.“

Derya Yavuz selbst erfreut sich nach wie vor an der Arbeit und den wechselnde Einsatzorten. „Ich habe bereits jetzt vieles gelernt und kann ständig neue Erfahrungen sammeln, die mir später wohl auch nutzen werden.“

Die Verbund-Ausbildung wird durch Fördermittel vom Land Hessen und durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Wer sich über das Thema Verbundausbildung informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter 06062/70462 bzw. m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen. Dort ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich. Eine Gesamtübersicht aller mitwirkender Betriebe gibt es unter www.verbund-ausbildung.odenwaldkreis.de

 

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Drei Ausbildungsstellen ein Lehrling: Hansjürgen Kolmer von der Firma Kolmer Fenster-Türen-Wintergärten, Maria Zeitler, Projektleiterin der Verbund-Ausbildung beim Odenwaldkreis, Auszubildende Derya Yavuz, und Gabriele Hopfner-Heckmann von der Privat-Brauerei Schmucker. (v.l.n.r).

Odenwaldkreis vermittelt Schlüsselqualifikationen und soziale Kompetenzen an seine Verbundauszubildenden
10.11.2007
Workshop im Kloster Höchst in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Betriebspädagogik Im Rahmen eines zweitägigen Workshops im Kloster Höchst haben die Verbund-Auszubildenden des Odenwaldkreises weitere Schritte in ihrer Vorbereitung auf das Berufsleben unternommen. Das Seminar, in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Betriebspädagogik legte einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und sozialen Kompetenzen. "Der andauernde Wandel in der Arbeitswelt mit immer weiter steigenden Qualifikationsanforderungen auf der einen und immer schneller veraltendem Fachwissen auf der anderen Seite wirft Fragen nach Qualifikationen auf, die grundlegender und dauerhafter Natur sind", so Maria Zeitler, Projektleiterin der Verbundausbildung beim Odenwaldkreis. "Schlüsselqualifikationen sind die Antwort auf diese Frage und ergänzen den Erwerb von fachlichem Wissen in der Aus- und Weiterbildung." So wurden während des Coachings vor allem Verhaltensregeln im Umgang mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten vermittelt, Konfliktbewältigung geübt, Selbstmanagement trainiert und Wege zur Definition der eigenen Stärken und Schwächen aufgezeigt. In Gruppengesprächen und Rollenspielen wurden zudem Moderationstechniken getestet, Gesprächsführung geschult und Problemlösungstechniken erkundet. "Mit der Vermittlung dieser sozialen Kompetenzen oder "Soft-Skills" geben wir unseren jungen Menschen wertvolle Werkzeuge für die spätere berufliche Praxis mit an die Hand. Natürlich ist im Rahmen der zweitägigen Fortbildung auch das Miteinander nicht zu kurz gekommen und das Zusammengehörigkeitsgefühl wurde gestärkt", zog Maria Zeitler Bilanz. Fortbildungsveranstaltungen für die Verbundauszubildenden werden vom Odenwaldkreis regelmäßig in Absprache mit den Verbundbetrieben durchgeführt. Diese Serviceleistung, durch den Kreisausschuss des Odenwaldkreises organisiert, wird durch Fördergelder vom Land Hessen und durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Wer sich über das Thema Verbundausbildung informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter 06062/70462 bzw. m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen.


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Auch in diesem Herbst bot der Odenwaldkreis seinen Verbund-Auszubildenden Sprachkurs zur Vertiefung der Englischkenntnisse
23.08.2007
Auch in diesem Herbst hat der Odenwaldkreis seinen Verbund-Auszubildenden erneut einen Englischkurs zur Vertiefung der Sprachkenntnisse angeboten. Wie die Leiterin des Projektes "Verbundausbildung" Maria Zeitler informiert, haben insgesamt 8 Azubis, darunter 2 Industriekaufleute und 6 Kaufleute für Bürokommunikation an dem Seminar, das in Hassenroth durchgeführt wurde, teilgenommen.

"Unser Seminar-Angebot ist neben der Vermittlung und Auffrischung von Grammatik und Vokabularkenntnissen direkt an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet. So werden als weitere Inhalte auch das Abfassen von Geschäftsbriefen und E-mails sowie die telefonische Gesprächsführung in englischer Sprache geübt. Ebenso trainieren wir das Formulieren von Wegbeschreibungen und andere für Geschäftskontakte wichtige Anforderungen. Somit profitieren umso mehr auch die Ausbildungspartner, die zunehmend internationale Geschäftsbeziehungen unterhalten."

Durchgeführt wird das Seminar von der Fachbereichsleiterin der Volkshochschule/Akademie für Lebenslanges Lernen im Odenwaldkreis, Karen Wallot, die selbst in englischer Muttersprache aufgewachsen ist. "Mrs. Wallot kann zusätzlich Detailkenntnisse weitergeben, über die andere nicht verfügen. So wird manche Feinheit und Finesse insbesondere hinsichtlich der direkten Kommunikation vermittelt. Außerdem kommt der engagierte Unterricht, gepaart mit spielerischer Leichtigkeit und Spaß am Lernen, sehr gut bei den Verbund-Auszubildenden an", so Maria Zeitler.

Fortbildungsveranstaltungen für die Verbundauszubildenden werden vom Odenwaldkreis regelmäßig in Absprache mit den Verbundbetrieben durchgeführt. Diese Serviceleistung, durch den Kreisausschuss des Odenwaldkreises organisiert, wird durch Fördergelder vom Land Hessen und durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.
Weitere Informationen sind bei der Projektleiterin der Ausbildungsverbünde Odenwaldkreis, Maria Zeitler, unter Tel. 06062 70 462 oder E-Mail: m.zeitler@odenwaldkreis.de erhältlich.



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Praktische Übungen im Gesprächkreis ergänzen die theoretische Vermittlung von Sprachkenntnissen beim zweitägigen Englisch-Aufbaukurs für die Verbund-Auszubildenden des Odenwaldkreises. Das Bild zeigt Karen Wallot mit den Jugendlichen

Sechs neue Verbund-Auszubildende im Odenwaldkreis
15.08.2007
"Verbund-Ausbildung wird zur festen Institution"

Vier junge Frauen und zwei junge Männer haben nach den Sommerferien beim Odenwaldkreis und dessen Verbund-Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung ihre Berufsausbildung begonnen. Das Projekt der Verbund-Ausbildung - initiiert vom Landrat des Odenwaldkreises, Horst Schnur, zur Linderung des Lehrstellenmangels - geht somit ins fünfte Jahr und hat seit 2003 insgesamt 26 zusätzliche Lehrstellen geschaffen. Im Rahmen einer kleinen Begrüßungsveranstaltung unter Beteiligung der Partnerfirmen und -verwaltungen hieß der Erste Kreisbeigeordnete Dietrich Kübler die Lehrlinge im Landratsamt willkommen und wünschte ihnen Glück, den nötigen Ehrgeiz und ein harmonisches Umfeld für die anstehende Lehrzeit. "Begreift das Angebot als Chance, Euch in den drei Jahren Ausbildungszeit in den Firmen unentbehrlich zu machen. Ihr habt die Chance, die Berufswelt mit zu gestalten und Euch entsprechend für eine Weiterbeschäftigung zu empfehlen. Nutzt diese Gelegenheit."
Gleichzeitig dankte Dietrich Kübler allen Verbund-Partnern, die das Projekt teilweise schon von Beginn an unterstützen und begrüßte als erstmalig Beteiligte die Firmen TKS Sicherheitsdienst GmbH, Brombachtal; Hello Personalprojekte, Michelstadt; Volunta gGmbH, Erbach sowie Profi Mertins Baumarkt, Michelstadt. "Sie übernehmen mit ihrem Engagement alle in erster Linie zusätzliche Verantwortung für unsere nachwachsende Generation. Gleichzeitig handelt es sich jedoch auch um eine Investition in die Zukunft, schließlich sind es die jungen Menschen, die später einmal Wirtschaft und Gesellschaft durch ihr Handeln tragen werden. Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder genug Partner finden konnten. Das Projekt wird zu einer festen Institution."

Maria Zeitler, Projektleiterin der Verbund-Ausbildung beim Odenwaldkreis, erläuterte nochmals das Konzept, bei dem die Kreisverwaltung sozusagen als Stammbetrieb fungiert und für die Ausbildung, deren Organisation, Einsatzplanung und die damit verbundene Bürokratie verantwortlich zeichnet. "Die beteiligten Betriebe ergänzen sich während der drei Jahre wechselseitig mit ihren Organisationseinheiten und der vorhandenen Infrastruktur. Manche Firmen, die sich beteiligen, wären gar nicht in der Lage, einen Azubi komplett alleine auszubilden, da bestimmte Voraussetzungen fehlen." Während der gesamten Ausbildungszeit übernimmt die Projektleiterin zudem die flankierende Betreuung der Nachwuchskräfte, die mit individuell maßgeschneiderten Fortbildungsmaßnahmen und bei Bedarf auch Lernunterstützungen gezielt ergänzt wird.

Den sechs neuen Kolleginnen und Kollegen wünschten Heinz Heilmann für den Personalrat, Manfred Kaufmann für die Personalabteilung und Sandra Edelmann für die Jugend- und Auszubildendenvertretung des Landratsamtes alles Gute auf dem Weg ins Berufsleben und viel Erfolg an den einzelnen Ausbildungsstätten. Die Ausbildung zum Kaufmann/frau für Bürokommunikation absolvieren Sandra Brückner (Hello Personalprojekte GmbH, Michelstadt/Profi Mertins Baumarkt, Michelstadt); Dominik Reifschneider (Gemeinde Mossautal/Privat Brauerei Schmucker, Mossautal); Alexander Waßner (Stadt Michelstadt/Firma Grieser GmbH, Brombachtal) und Rebecca Rebscher (Gemeinde Brombachtal/TKS Sicherheitsdienste, Brombachtal). Den Beruf der Industriekauffrau erlernen Lubow Krieger (Volunta gGmbH, Erbach/LKY GmbH Industrieservice, Michelstadt) und Michèle Borger (Jakob Maul GmbH, Bad König/Jacob Ritter GmbH, Brensbach).

Insgesamt sechs junge Männer und Frauen haben dieser Tage ihre Ausbildung im Verbund beim Odenwaldkreis und dessen Partnern begonnen Unser Bild zeigt die Auszubildenden (v.l.n.r.) gemeinsam vor ihren zukünftigen Arbeitgebern und Vertretern des Landratsamtes: Dominik Reifschneider (Gemeinde Mossautal/Privat Brauerei Schmucker, Mossautal); Alexander Waßner (Stadt Michelstadt/Firma Grieser GmbH, Brombachtal); Michèle Borger (Jakob Maul GmbH, Bad König/Jacob Ritter GmbH, Brensbach); Rebecca Rebscher (Gemeinde Brombachtal/TKS Sicherheitsdienste, Brombachtal) und Lubow Krieger (Volunta gGmbH, Erbach/LKY GmbH Industrieservice, Michelstadt) Es fehlt auf dem Bild: Sandra Brückner (Hello Personalprojekte GmbH, Michelstadt/Profi Mertins Baumarkt, Michelstadt).

Wo Gemeindeverwaltung und Photovoltaiker gemeinsam Verantwortung übernehmen
15.08.2007

Firma Ralos und Gemeinde Reichelsheim im Ausbildungsverbund

Wenn Öffentliche Verwaltungen und Unternehmen der Solarbranche miteinander kooperieren, geht es meist um gemeinsame Aktivitäten auf dem Gebiet der umweltfreundlichen Energiegewinnung und damit einhergehend um Verantwortung für künftige Generationen. Die Gemeinde Reichelsheim und die Firma Ralos, Michelstadt, nehmen ebenfalls zusammen ihre Verpflichtung gegenüber Gesellschaft und heranwachsenden Jahrgängen wahr, dies aber auf einem völlig anderen Sektor: Beide teilen sich einen Auszubildenden und schaffen somit eine zusätzliche Lehrstelle.
Profitiert von dieser Vereinigung aus Privatwirtschaft und Öffentlicher Hand hat die achtzehnjährige Gizem Günyil aus Reichelsheim, die nun im zweiten Jahr eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolviert. Als vorteilhaft für alle Beteiligten sehen den Verbund und die dazugehörige Koordination durch das Landratsamt aber auch die Verantwortlichen der Ausbildungsstätten, wie Sonja Lenz von der Firma Ralos bestätigt: "Wir sind mit dem Modell der Verbundausbildung sehr zufrieden. Gizem leistet ordentliche Arbeit und bringt einen gewissen Erfahrungsschatz von ihren anderen Ausbildungsstätten mit. Gleichzeitig sind wir von organisatorischen Aufgaben weitgehend befreit, da die komplette Personalverantwortung von Verbundkoordinatorin Maria Zeitler am Landratsamt übernommen wird." Eine Feststellung, der Gerd Hübner, Büroleiter der Gemeinde Reichelsheim, uneingeschränkt beipflichtet: "Die Verbundausbildung hat sich auch für uns bewährt, sonst wären wir mit Gizem nicht bereits zum dritten Male beteiligt. Wir haben ein großes Interesse einen Beitrag zur Linderung des Lehrstellenmangels zu leisten. Bei uns scheitern die Bemühungen jedoch schon an den räumlichen Voraussetzungen. Durch den Verbund bietet sich die Gelegenheit abwechselnd einen Azubi bei uns aufzunehmen. Die jungen Menschen sind motiviert, bringen ihr neu erlerntes Wissen ein. Ergänzt wird die Ausbildung durch zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Englisch und EDV über das Landratsamt."
Gizem Günyil freut sich währenddessen, dass es mit der Lehrstelle doch noch geklappt hat: "Bis zum letzten Schultag habe ich nach einem Ausbildungsplatz gesucht, jetzt bin ich froh, dass ich diese Chance bekommen habe. Ich bin fest entschlossen sie zu nutzen."

Wer sich über das Thema Verbundausbildung informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter 06062/70462 bzw. m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen. Dort ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich.

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Ganz im Zeichen nachhaltiger gesellschaftlicher Verantwortung haben sich die Gemeinde Reichelsheim und die Firma Ralos, Michelstadt, zusammen getan und einen Ausbildungsplatz mit Hilfe der Kreisverwaltung geschaffen. Gerd Hübner (Gemeindeverwaltung), Sonja Lenz (Ralos) Gizem Günyil (Auszubildende) und Maria Zeitler (Landratsamt) bewerten das Projekt als Modell mit Vorteilen für alle Beteiligten.

 

Zusammenspiel von Privatwirtschaft  und öffentlichen Einrichtungen
26.07.2007
Verbundausbildung bietet neue Möglichkeiten für Jugendliche und Unternehmen

"Nach meinem Praktikum bei der Gemeinde Reichelsheim wusste ich, dass ich hier meine Ausbildung machen möchte", bestätigt Julia Weiß überzeugt die Wahl eines ihrer Ausbildungsbetriebe. Heute ist sie Auszubildende im Verbund bei der Firma Mahr & Schwebel Landmaschinen, Groß-Bieberau, der Gemeindeverwaltung Reichelsheim und dem Odenwaldkreis im zweiten Lehrjahr. Leider konnte man ihr bei der Gemeinde Reichelsheim zunächst keine Ausbildungsstelle anbieten, und so kam nach über 60 Bewerbungen und mehreren Vorstellungsgesprächen die ernüchternde Erkenntnis, keine Lehrstelle in Aussicht zu haben.
"Als ich vom Ausbildungsverbund erfuhr und plötzlich die Chance bekam, gleich in drei Betrieben eine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation zu absolvieren, war ich überglücklich", schildert Julia Weiß. Mittlerweile arbeitet sie als Verbundauszubildende im Wechsel in zwei bis sechsmonatigen Abschnitten bei der Gemeinde Reichelsheim, dem Landratsamt Erbach sowie der Firma Mahr & Schwebel.

Die Verbundausbildung hat sich für Julia Weiß längst bewährt: "Der Spagat zwischen Wirtschaft und Verwaltung ist meines Erachtens keinesfalls von Nachteil. Die Betriebe profitieren von dem Wissen, das ich mir in anderen Stationen angeeignet habe und ich lerne, flexibel zu sein und mich in jeder Abteilung meiner Ausbildung anzupassen. Davon profitiert auch mein späterer Arbeitgeber."

Das Wissen aus Fortbildungen und Lernunterstützungen, die das Landratsamt als Hauptträger der Verbundausbildung anbietet, konnte die Auszubildende in Schule und Zwischenprüfung schon umsetzen. "Viele Firmen können ihre Auszubildenden leider nicht in dem Maße fördern, wie es in meiner Ausbildung möglich ist. Bisher haben wir einen Englisch- und einen EDV-Kurs besuchen können, und wenn es mal ein Problem gibt, sind die Ansprechpartner in den einzelnen Betrieben immer für einen da", lobt Julia Weiß die Unterstützung von Maria Zeitler, Verbundkoordinatorin und Projektleiterin, Karin Schwebel, ihrer Chefin bei der Firma Mahr & Schwebel und Simone Lein, Mitarbeiterin und Ansprechperson bei der Gemeinde Reichelsheim.

"Es ist schön, das es solche Chancen für junge Menschen in der Region gibt. Auch kleine Betriebe profitieren von diesem Modell, die einen Auszubildenden alleine nicht einstellen könnten. Ich hoffe, dass sich an der Verbundausbildung noch viele Betriebe beteiligen werden um weiterhin Ausbildungsplätze zu schaffen", lautet das Fazit von Julia Weiß.

Wer sich über das Thema Verbundausbildung informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter 06062/70462 bzw. m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen. Dort ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich. Eine Gesamtübersicht aller mitwirkender Betriebe gibt es unter www.verbund-ausbildung.odenwaldkreis.de

*Julia Weiß war im Lauf des Frühjahrs in der Presseabteilung beim Odenwaldkreis eingesetzt. Sie hat den Artikel mit leichter Hilfestellung der Pressestelle verfasst.



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Julia Weiß mir ihren Arbeitgebern Karin Schwebel (Mahr & Schwebel Landmaschinen), Gerd Hübner (Gemeinde Reichelsheim) und Gunter Schwebel an einer ihrer Lehrstellen in Groß-Bieberau.


Für Ausbildungsplätze im Verbund
24.07.2003
„Wir müssen dem Problem ein Gesicht geben“ – auf diesen gemeinsamen Nenner brachte der Landrat des Odenwaldkreises, Horst Schnur, die wesentliche Erkenntnis der Auftakt-Besprechung für eine Ausbildungs-Allianz. Ihr Ziel sehen die Beteiligten – unter ihnen zusammen mit dem Kreis die Kommunen, Schulen, der Unternehmerverband Südhessen, das Arbeitsamt, die Handwerkskammer Rhein-Main und die Industrievereinigung Odenwaldkreis – in der verstärkten Anstrengung, Ausbildungsplätze für Jugendliche zu schaffen. Daran fehlt es nach aktuellen Erhebungen wie nie zuvor, wie Lothar Merz vom Arbeitsamt in Erbach bestätigte. Lauten die Erkenntnisse von Jugendberufshilfe und Staatlichem Schulamt auf rund 180 Schulabgänger, die 2003 einen Ausbildungsplatz suchen, so geht Merz schon seit dem Frühjahr von insgesamt mehr als 340 Suchenden aus – jene jungen Menschen einbegriffen, die aus der so genannten Warteschleife über verschiedene berufsbildende Maßnahmen aufs Neue auf den Markt drängen.
Nach dem schon 1995 begründeten Ausbildungsdialog sowie der 1996 etablierten und für den Spätherbst 2003 zum vierten Mal geplanten Aus- und Weiterbildungsmesse „Beruf im Blick“ will der Kreis der zugespitzten Situation mit einer Bündelung der Kräfte begegnen. Als größter Ausbilder stehe der Kreis trotz schmerzhafter Etat-Einschnitte unvermindert zu seinem Angebot mit Ausbildungsplätzen in Verwaltung, Kranken- und Altenpflege.
Gilt das unmittelbare Augenmerk dem aktuellen Ausbildungsplatz, so wurden in der Gesprächsrunde die Alternativen für jene vorgestellt, die fürs erste keine Lehrstelle finden konnten oder können. So erläuterte Micha Bier als Vertreterin des Deutschen Roten Kreuzes die Möglichkeiten, die das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet. Der Landrat verwies auf das Freiwillige Ökologishe Jahr, das von Naturschutzzentralen angeboten und über das Arbeitsamt nachgewiesen wird.
Als konkretestes Beispiel präsentierte Maria Zeitler von der Jugendberufshilfe des Odenwaldkreises ein von der Investitionsbank Hessen (IBH) gefördertes Verbundmodell für zunächst einmal fünf Jugendliche, die in drei verschiedenen Partnerbetrieben ausgebildet werden sollen. Zeitler skizzierte die Vorteile für die beteiligten Firmen (Kostensenkung, keine Übernahmeverpflichtung) und die Vorteile für die Jugendlichen – umfangreichere Einblicke ins Betriebsstrukturen, mehr Kontakte zu Unternehmen. Darüber hinaus bietet die Jugendberufshilfe sozialpädagogische Betreuung an – bei einer hohen Quote an Ausbildungsabbrechern ein unverzichtbares Element, wie Rainer Simon vom Kreisjugendamt unterstrich. Berufliche Eingliederung bedeute auch soziale Integration.
Vor dem Hintergrund, dass ihm absehbar für fünf Klassen Lehrer an der Berufsfachschule fehlen, warnte der Leiter der Beruflichen Schulen Odenwaldkreis, Bardo Schwarz: „Die Lage wird noch schwieriger werden“.
Alle Beteiligten, so die Erkenntnis von Horst Schnur, sollten sich selbst die Aufgabe auferlegen, für ein verbessertes Ausbildungsplatz-Angebot zu werben. Reinhold Stämmler vom Unternehmerverband Südhessen vertrat die Ansicht, dazu bedürfe es Leitfiguren, und der Landrat nahm die Vorlage auf: „Auch ich lasse mich in die Pflicht nehmen“. Stämmler hatte gemahnt, „das Pulverfass einzudämmen, damit es nicht explodierten kann“ und gefordert, das Problem müsse „noch mehr direkt kommuniziert“ werden. Über Vermittler seien Netzstrukturen zu schaffen und Brücken zwischen Betrieb und Schulabgängern zu bauen. Dem pflichtete Klaus Blasius (IVO) bei. Sein Appell an Hartmut Holzderber vom Staatlichen Schulamt: Den Schulen nahelegen, Unternehmensvertreter in den Abschlussklassen Gelegenheit zur Darstellung betrieblicher Anforderungen zu geben. Auf diese Weise sei überzogenen Vorstellungen und mangelhafter Vorbereitung bei Bewerbern von vorn herein entgegenzuwirken.
Unternehmer Wolfgang Bechtold (Beerfelden) machte den positiven Anfang und zeigte spontan Bereitschaft, sich an einem Ausbildungsverbund zu beteiligen. Er forderte die Ausbildungs-Allianz so rasch wie möglich: „Die Zeit drängt – wo sind die Partner?“ Hier will Landrat Schnur ansetzen: „Wir werden das strategische Vorgehen vertiefen“. Er möchte im nächsten Schritt eine gezielte, direkte Beteiligung kommunaler Publikationen an der Suche nach Ausbildungsplätzen, angelehnt beispielsweise an die Lehrstellenbörse des Darmstädter Echo für die Region Starkenburg. Eben nach der Einsicht: „Wir müssen dem Problem ein Gesicht geben“.

Wer sich für die Teilnahme an einem Ausbildungsverbund interessiert und auf diese Weise jungen Menschen eine Chance geben will, erhält nähere Informationen bei der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises, Fachstelle Jugendberufshilfe, Maria Zeitler, Telefon 06061 / 943347, Fax 06061 / 943355; E-Mail: m_zeitler@odenwaldkreis.de

Stadtverwaltung und Beerfelder Betriebe kooperieren bei Verbundausbildung
11.07.2007
Braun & Wettberg, Bechtold & Sohn sowie Behörde bieten gemeinsam Lehrstellen

In einem sind sich alle Anwesenden einig: "Dieses Projekt hat es verdient, weiter im Odenwald bekannt gemacht zu werden, denn es bietet große Chance für alle Beteiligten." Die Rede ist von der Verbundausbildung, die vom Landratsamt im Odenwaldkreis organisiert wird und bei der ausbildungswillige Betriebe, die keinen kompletten Ausbildungsplatz im kaufmännischen Bereich bieten können, zusammengeführt werden. In Beerfelden sind dies der Bürstenhersteller Braun & Wettberg, der Kunststoffverarbeiter Bechtold & Sohn sowie die Stadtverwaltung der Oberzent-Kommune. Doch im Zentrum der Bemühungen stehen natürlich die beiden Auszubildenden Nora Ihrig (20) und Nicole Emig (21), die im September 2006 ihre Lehre als Kauffrauen für Bürokommunikation begonnen haben.

Nora Ihrig blickt heute auf eine intensive Bewerbungsphase zurück, die ohne das Angebot der Verbundpartner jedoch keine Früchte getragen hätte: "Ich habe ca. 150 Bewerbungen im kaufmännischen Bereich und für einen Job als Bauzeichnerin geschrieben, zeitgleich ein Praktikum absolviert - vergebens. Zum Teil musste ich noch bei den Firmen anrufen und darum bitten, man möge mir meine teuren Bewerbungsunterlagen zurück schicken." In diesem Moment hakt Wolfgang Bechtold ein: "Allein diese Aussage zeigt, wie wichtig das Projekt ist. Hier im Odenwald sind die ausbildungsfähigen Betriebe nicht in Hülle und Fülle vorhanden. Große Entfernungen sind ohne eigenes Fahrzeug nicht zurück zu legen. Wer nicht stark genug ist und nicht über die entsprechenden Mittel verfügt, fällt unter Umstanden durchs Gitter. Wenn wir uns in die Lage unserer Berufsanfänger versetzen, haben wir alle die Verpflichtung, einen Beitrag zur Minderung des Lehrstellenmangels zu leisten. Auch aus eigenem Interesse."

Beerfeldens Bürgermeister Gottfried Görig schlägt in die gleiche Kerbe: "Wir bilden zwar auch aus eigener Kraft einen Verwaltungsfachangestellten aus. Für mehr reichen unsere Kapazitäten aber nicht. Mit den zwei Verbundauszubildenden, die beide aus Beerfelden stammen, kommen wir somit unserer Verantwortung nach. Jeder junge Mensch muss einen Ausbildungsplatz und die damit verbundene Chance auf ein selbstbestimmtes Leben erhalten."

Doch nicht nur die gesellschaftliche Verantwortung spielt bei den Partnern eine Rolle, bringen doch die Lehrlinge immer auch neue Ansätze mit in den Betrieb, wie Wolfgang Fink von Braun & Wettberg bestätigt. "Natürlich bedeuten Auszubildende zu Beginn immer einen gewissen Mehraufwand. Aber es ist schön zu beobachten, wie sich die jungen Menschen entwickeln, wie sie in Anbetracht der wechselnden Anforderungen der drei Ausbildungsstätten flexibel auf Problemstellungen reagieren lernen und wie sie die in anderen Betrieben gemachten Erfahrungen im eigenen Betrieb umsetzen. Wichtig ist aber auch, dass wir kaum bürokratischen Mehraufwand haben, da die Koordination, Vertragsgestaltung und andere Formalitäten vom Landratsamt übernommen werden."

Nora Ihrig indes freut sich über die ihr gebotene Chance und fühlt sich wohl in allen Betrieben. "Nur die Umstellung auf die ständig verschiedenen Computerprogramme ist sehr anstrengend."

Wer sich über das Thema Verbundausbildung informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter der Rufnummer 06062 70462 oder per E-Mail aufnehmen: m.zeitler@odenwaldkreis.de
Bei ihr ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich.

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Durch das Verbundausbildungsprojekt des Odenwaldkreises hat Nora Ihrig die Chance auf eine Ausbildung erhalten, die sie nach Aussagen aller Beteiligten auch sehr gut nutzt. Am Arbeitsplatz in der Stadtverwaltung Beerfelden beweist sie Verbundkoordinatorin Maria Zeitler und Bürgermeister Gottfried Görig, was sie gelernt hat.

Elf Auszubildende beenden Lehrzeit im Landratsamt
09.07.2007
Zeugnisübergabe durch Landrat Horst Schnur

Insgesamt elf Auszubildenden des Landratsamtes wurden im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 06.07.2007 ihre Zeugnisse für die bestandenen Abschlussprüfungen ausgehändigt. Zu den ersten Gratulanten zählte Landrat Horst Schnur, der den Absolventen für ihren weiteren Berufsweg die besten Wünsche mit auf den Weg gab.

Nach insgesamt drei Jahren Lehrzeit im Ausbildungsgang zur Verwaltungsfachangestellten konnte Carolin Klingler aus Mossautal ihr Zeugnis entgegen nehmen. Jacqueline Lieb (Breuberg), Daniel Pfeifer, Sebastian Weyrauch (beide Bad König) und Christina Weinthäter (Rothenberg) werden künftig dem Beruf Fachangestellte/r für Bürokommunikation nachgehen. Steven Strauß aus Michelstadt leistet seine Dienste ab sofort als ausgebildeter Informatikkaufmann.

Einen anderen Weg gingen die Verbundauszubildenden im Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation Sascha Maier, Annika Lohnes (beide Bad König) und Daniel Blömers (Mossautal). Diese Drei wurden hierbei im Ausbildungsverbund mit den Partnern Stadt Michelstadt/Rowenta Werke Erbach bzw. Firma Jakob Maul/Spiegelhauer und Privatbrauerei Schmucker/Gemeinde Mossautal zu ihrem Abschluss geführt. Ebenso gingen Mario Krüger (Michelstadt) und Sascha Opp (Bad König) ihrer Ausbildung im Verbund nach und erlernten ihre Fähigkeiten als Informatikkaufleute bei den Firmen Computer Herbig, Erbach/DID Deutscher Internet Dienst, Mossautal bzw. AERO-Club Odenwald, Michelstadt/Meinhardt Marketing, Bad König.

"Ihr habt einen ersten Meilenstein in eurem Berufsleben erreicht, doch zahlreiche Herausforderungen werden künftig noch folgen. Ich bitte Euch neben Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Fleiß auch soziales Engagement gegenüber euren künftigen Kollegen zu zeigen. Neben den Fachkenntnissen müssen sich immer auch menschliche Leistungen mitentwickeln" gab Landrat Horst Schnur den jungen Menschen mit auf den Weg. In die gleiche Kerbe schlug Personalratsvorsitzender Heinz Heilmann mit den Worten: "Arbeitskraft ist nicht nur zum Erwerb von Brotkrumen einzusetzen. Auch zukünftig wird Solidarität zwischen den Beschäftigten gefragt sein." Zu den weiteren Gratulanten zählten Manfred Kaufmann und Heide Horn (Personalamt), Maria Zeitler (Verbundkoordinatorin) und Sandra Edelmann (Jugend- und Auszubildendenvertretung).

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Freude über das erfolgreiche Ende der Lehrzeit im Rahmen der Zeugnisübergabe für die Auszubildenden im Landratsamt. Unser Bild zeigt in der vorderen Reihe v.l.n.r.: Landrat Horst Schnur, Jacqueline Lieb, Carolin Klingler, Daniel Blömers, Maria Zeitler (Verbundkoordinatorin) sowie in der hinteren Reihe v.l.n.r.: Heide Horn (Personalamt), Sascha Opp, Steven Strauß, Sascha Maier, Manfred Kaufmann (Leiter Personalabteilung), Daniel Pfeifer, Heinz Heilmann (Personalratsvorsitzender), Sebastian Weyrauch, Sandra Edelmann (Jugend- und Auszubildendenvertretung) und Mario Krüger.

Aufbauseminar Englisch für Verbundauszubildende
17.11.2005
Vom 27. bis 28. Oktober 2005 führte der Odenwaldkreis, organisiert von der Leiterin des Projektes Verbundausbildung, Maria Zeitler, in Zusammenarbeit mit der Fachbereichslei-terin Karen Wallot von der Akademie für lebenslanges Lernen/Volkshochschule Oden-waldkreis ein zweitägiges kostenfreies Englisch-Fortbildungsseminar durch. Auszubilden-de, die im zweiten und dritten Ausbildungsjahr als Bürokauffrau/mann ihre Ausbildung im Verbund absolvieren, nahmen daran teil. Über diese Englisch-Fortbildung erhalten die Verbundauszubildenden neben der Grammatik und spezifischem Fachvokabular auch Hilfestellung im Abfassen englischsprachiger Geschäftsbriefe und E-Mails und lernen Te-lefonate mit dem Ausland kompetent zu führen. Die Englischfortbildung ist somit direkt auf den Einsatz im Unternehmen ausgerichtet und deshalb auch ein Zugewinn für die ausbil-denden Betriebe. Diese Sprachkompetenzen werden durch weltweite wirtschaftlichen Be-ziehungen immer wichtiger.
Fortbildungsveranstaltungen für die Verbundauszubildenden werden vom Odenwaldkreis zweimal jährlich je nach dem angemeldeten Bedarf der Verbundausbildungsbetriebe be-ziehungsweise in Absprache mit den Verbundbetrieben durchgeführt. Diese Serviceleis-tung, durch den Kreisausschuss des Odenwaldkreises organisiert, wird durch Fördergel-der vom Land Hessen und durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unter-stützt.
Weitere Informationen sind bei der Projektleiterin der Ausbildungsverbünde Odenwald-kreis, Maria Zeitler, unter Tel. 06062 70 462 oder E-Mail: m.zeitler@odenwaldkreis.de er-hältlich. Verbundausbildung im Internet: www.verbundausbildung.odenwaldkreis.de


Mossautaler Hand in Hand für Verbundausbildung Daniel Blömers lernt bei Gemeinde, Brauerei Schmucker und Kreisverwaltung
22.03.2007
„Wenn wir unseren Jugendlichen Lebensperspektiven bieten wollen, ist die Aussicht auf eine abgeschlossene Berufsausbildung die kleinste Voraussetzung, die wir schaffen müssen“, führt Willi Keil, Bürgermeister von Mossautal, aus und beschreibt damit treffend das gemeinsame Anliegen, das die Anwesenden im Saal zusammengeführt hat. Im Tagungsraum des Mossautaler Rathauses sitzen Gabriele Hopfner-Heckmann, Geschäftsführerin der Privatbrauerei Schmucker, Maria Zeitler Leiterin des Projektes „Verbundausbildung“ und derjenige, um den es sich eigentlich dreht: Daniel Blömers ist das verbindende Glied zwischen den drei Institutionen. Inzwischen im dritten Lehrjahr, absolviert Blömers eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation, und das im Wechsel zwischen den Einrichtungen. Etwa alle drei Monate findet sich Blömers an einem anderen Ausbildungsort ein und bringt Erlerntes von den vorangegangenen Stationen mit, was alle Beteiligten erfreut und bestätigt. „Wir wollten unseren Beitrag zur Linderung der Jugendarbeitslosigkeit und des Lehrstellenmangels leisten. Als kleine Kommune konnten wir jedoch keine Vollzeitlehrstelle schaffen. Gemeinsam mit der Brauerei und der Kreisverwaltung, die das Projekt koordiniert, ist dies jedoch gelungen. So stehen wir Mossautaler fest zusammen und bieten einem Jugendlichen unserer Gemeinde eine Perspektive.“, erläutert Keil und ergänzt: „Dabei sind wir sehr zufrieden mit den erzielten Ergebnissen und seinem Engagement. Wenn wir könnten, würden wir Daniel gerne bei uns behalten aber leider ist derzeit keine Planstelle frei.“ Diese wird der inzwischen 18-jährige, der unter anderem die Internet-Präsentation Mossautals pflegt, vielleicht im Brauerei-Verbund bei Schmucker finden: „Wenn Daniel so weiter macht wie bisher und auch einen Ortswechsel in Erwägung ziehen kann, gibt es eventuell eine Möglichkeit, bei einer unserer Partnerbrauereien beschäftigt zu werden. Auch wir sind mit seinen Leistungen, die mitunter auf dem zusätzlichen Erfahrungshorizont aus der Verwaltung beruhen, sehr zufrieden“, ergänzt Gabriele Hopfner-Heckmann

Wer sich über das Thema Verbundausbildung informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter der Rufnummer 06062 70462 oder per E-Mail - m.zeitler@odenwaldkreis.de - aufnehmen. Bei ihr ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich.

Hat sich inzwischen zum Internet-Betreuer der Gemeinde Mossautal qualifiziert: Verbundauszubildender Daniel Blömers hier gemeinsam mit seinem sichtlich zufriedenen „Teilzeitchef“ Bürgermeister Willi Keil. Zum Bericht

„Chancen schaffen, Chancen nutzen – Verbundausbildung ist Teil der Odenwald Community“ Meinhardt Marketing GmbH,  Brauerei Schmucker und der Odenwaldkreis schaffen gemeinsam Lehrstellen
08.01.2007
Es scheint wie in anderen Ausbildungsbetrieben, wenn die beiden Lehrlinge Sascha Opp und Anica Hennig gemeinsam bei der Firma Meinhard Marketing GmbH ans Werk gehen. Was man auf den ersten Blick nicht erkennen kann: Die Werbeagentur ist nur eine von mehreren Stationen, die beide während der Zeit ihrer Ausbildung durchlaufen. Möglich macht dies die Verbundausbildung des Odenwaldkreises, die mit ihrem innovativen Projekt zusätzliche Ausbildungsplätze schafft und inzwischen auch von allen beteiligten Unternehmen äußerst positiv bewertet wird. 

Sascha Opp, im dritten Lehrjahr, hat bereits zwei Stationen auf dem Weg zur Gesellenprüfung als Informatikkaufmann hinter sich. Nachdem er beim Aeroclub Michelstadt und im Landratsamt erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln konnte, ist er nun bei der Firma Meinhardt Marketing beschäftigt und dies zur Zufriedenheit aller Beteiligten: „Das Modell hat sich für uns gelohnt“ schildert Wolfgang Meinhardt seine Erfahrungen im Ausbildungsverbund. „Wir hätten keinen Lehrling einstellen können, da wir fachlich nur Teilbereiche einer Ausbildung abdecken können. Wir wollten aber unbedingt einen Beitrag zur Linderung des Lehrstellenmangels leisten. Da kam uns das Projekt sehr gelegen. Inzwischen zeigen unsere Erfahrungen auch, dass der Wechsel zwischen den beteiligten Betrieben kein Problem darstellt, sondern als Vorteil zu sehen ist. Die jungen Menschen erweitern auf den Stationen ihren Erfahrungshorizont und bringen neue Impulse mit.“ Sascha Opp sieht dies ähnlich, war es für ihn auch die einzige Möglichkeit einen Job im Bereich der EDV zu bekommen: “Ich habe mich auf mehrere Stellen beworben. Hier habe ich eine Chance bekommen, mein Interesse an der Arbeit zu zeigen und mich entsprechend einzubringen.“ 

Beim Stichwort „Chancen“ reagiert Gabriela Hopfner-Heckmann Ausbildungsleiterin der Privatbrauerei Schmucker sofort und hakt ein: „Das ist es, worum es eigentlich geht. Die Jugendlichen im Odenwald sind auf Grund der Entfernungen zu den Ballungsräumen ohnehin benachteiligt. Wir als Brauerei sehen uns aber als Teil der ‚Odenwald-Gemeinschaft’ und wollen unseren eigenen Leuten Perspektiven in der Region bieten. Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns an einem solchen Projekt beteiligen, wenn dies für uns möglich ist.“

Diese Perspektive bietet die Brauerei Schmucker gemeinsam mit Meinhardt auch der siebzehnjährigen Anica Hennig: „Ich habe berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen bei Fortbildung und Unterricht (F + U) in Michelstadt wahrgenommen, insgesamt an die neunzig Bewerbungen in verschiedenen Tätigkeitsfeldern geschrieben und hatte keinen Erfolg bei der Suche nach einer Stelle. Erst beim Verbund hat’s mit einem Platz als Kauffrau für Bürokommunikation geklappt.“ 

Wolfgang Meinhardt sieht sein Engagement pro Ausbildung jedoch nicht gänzlich uneigennützig: „Zuerst ist es sicher wichtig Chancen zu schaffen, die jungen Menschen müssen diese aber auch nutzen. Gleichzeitig dient gut ausgebildetes Personal aber auch der lokalen Wirtschaft und dies nicht nur als Fachkräfte. Gerade im Odenwald sollten wir bedenken, dass jeder, der hier wohnt und arbeitet, Teil der regionalen Wertschöpfungskette ist. Und was Sascha Opp betrifft, den werden wir auf Grund seiner Leistungen übernehmen.“ 

Wer sich über das Thema Verbundausbildung informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler unter 06062/70462 bzw. m.zeitler@odenwaldkreis aufnehmen. Dort ist auch ein Informationsflyer zur Verbundausbildung erhältlich.

Machen derzeit gemeinsam Station auf dem Weg zur Gesellenprüfung bei der Firma Meinhardt Marketing GmbH in Bad König: Sascha Opp, der den einen Teil seiner Ausbildung zum Informatik- kaufmann beim Aeroclub in Michelstadt und beim Landratsamt absolvierte und Anica Hennig, die im Laufe der kommenden Ausbildungszeit die Privatbrauerei Schmucker als auch die Kreisverwaltung als angehende Kauffrau für Bürokommunikation verstärken wird.

Ausbildung im Verbund in die vierte Runde gestartet
20.09.2006
Odenwaldkreis hat mit der Beteiligung an diesem Modell nun insgesamt 20 Ausbildungsplätze in der Region geschaffen

Fünf junge Frauen haben dieser Tage beim Odenwaldkreis und hier im Verbund mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung die berufliche Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation aufgenommen. Mit diesen fünf Ausbildungsplätzen sind in der Region nun insgesamt 20 zusätzliche Angebote in der Region geschaffen worden. Erster Kreisbeigeordneter Dietrich Kübler begrüßte sie zusammen mit Vertretern aus den beteiligten Betrieben und Behörden. Er wünschte den Auszubildenden Glück und starkes Engagement für ihre künftigen Aufgaben, die sie als Einschnitt und Veränderung nach der Schulzeit erleben werden. Kübler sagte, die jungen Frauen sollten ihren neuen Verantwortungsbereich als Chance begreifen, die Berufswelt mit zu gestalten.

Maria Zeitler, für den Odenwaldkreis Projektleiterin der Verbundausbildung, erläuterte die Grundlagen des im Jahr 2003 von Landrat Horst Schnur mitbegründeten Modells, das nun in seine vierte Runde gestartet ist. Der Odenwaldkreis fungiert sozusagen als Stammbetrieb, ist für die Ausbildung insgesamt verantwortlich, schließt die Verträge ab und organisiert die Ausbildung in den Partnerbetrieben.. Zeitler freute sich darüber, dass in diesem Jahr wieder neue Partner mit in die Verbundausbildung eingestiegen sind. Sie betonte aber zugleich, dass es auch bei intensivem Werben für die Beteiligung daran alles andere als einfach ist, interessierte Unternehmen tatsächlich vom Nutzen des Modells zu überzeugen.

Frau Zeitler unterstrich, dass die Beteiligten mit dem Verbund zu einer ökonomischen Nutzung von Ausbildungsinfrastruktur finden (nicht alle Inhalte können in einem Betrieb abgedeckt werden) und Betriebe sich wechselseitig sinnvoll ergänzen können. Nicht zuletzt sichere die Ausbildung im Verbund auch den Fachkräftenachwuchs in der Region und sie bedeute durch die Übernahme von Verantwortung gegenüber jungen Menschen auch eine Investition in die Zukunft. Die Projektleiterin übernimmt während der gesamten Ausbildungszeit die flankierende Betreuung der Auszubildenen, die mit individuell maßgeschneiderten Fortbildungsmaßnahmen und bei Bedarf auch Lernunterstützungen gezielt ergänzt wird. Zur Unterstützung der koordinierenden Arbeit fließen Fördermittel der Europäischen Union und des Landes Hessen.

Aus der Wirtschaft neu dabei sind in diesem Jahr die Firmen Meinhardt-Marketing, Bad König, Ralos (Michelstadt) und Fenster-Kolmer (Erbach). Wie in den vergangenen Jahren bieten unter anderem die Privatbrauerei Schmucker (Mossautal), die Firmen Bechtold & Sohn und Braun & Wettberg zusammen mit der Stadt Beerfelden sowie die Gemeinde Reichelsheim Jugendlichen dank der Beteiligung am Verbund eine berufliche Perspektive.

Dass mehrere Unternehmen bereits zum wiederholten Mal als Verbundpartner zur Verfügung stehen, beruht auf ihren sehr positiven Erfahrungen aus den ersten Jahren. Beerfeldens Bürgermeister Gottfried Görig betonte die hohe Wertigkeit gemeinsamer Anstrengungen auf dem Ausbildungsmarkt, und für die Gemeinde Reichelsheim bestätigte Mitarbeitern Simone Lein, dass die Zusammenarbeit in den zurückliegenden drei Jahren sehr gut geklappt hat.

Den fünf neuen im Verbund Auszubildenden wünschten Mona Lonthoff für den Personalrat der Kreisverwaltung und Sandra Edelmann für die Jugend- und Auszubildendenvertretung des Landratsamtes alles Gute auf dem Weg in den Beruf. Der beginnt für Derya Yavuz (Michelstadt) bei der Brauerei Schmucker, für Nora Ihrig (Beerfelden-Gammelsbach) bei der Beerfelder Stadtverwaltung und für Anica Hennig (Michelstadt) bei der Firma Meinhardt Marketing in Bad König. Beim Landratsamt startet Gizem Günyil (Reichelsheim), bei der Firma Bechtold & Sohn in Beerfelden die von dort stammende Nicole Emig.

An sie alle appellierte Dietrich Kübler, frühzeitig im Rahmen der Ausbildung reges Interesse und hohe Einsatzbereitschaft zu zeigen, zumal es nach Abschluss der Ausbildung keine Garantie für eine Übernahme gibt. Wer gute Leistungen bringe, vergrößere seine Chancen jedoch erheblich.

Informationen rund um das Thema Ausbildung im Verbund: 

Maria Zeitler
Telefon 0 60 62 / 7 04 62;
E-Mail:  m.zeitler@odenwaldkreis.de

FOTO: Neues Engagement für die Ausbildung im Verbund: Fünf junge Frauen haben dieser Tage den Weg in den Beruf begonnen; ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation absolvieren sie beim Odenwaldkreis sowie Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung. Unser Bild zeigt die Beteiligten (von links): Hansjürgen Kolmer (Fenster-Kolmer, Erbach), Rosita Bernhard (Privatbrauerei Schmucker, Mossautal), Beerfeldens Bürgermeister Gottfried Görig, Mona Lonthoff (Personalrat der Kreisverwaltung), Simone Lein (Gemeinde Reichelsheim), Nora Ihrig (Gammelsbach), Sandra Edelmann (Jugendvertretung des Landratsamtes), Derya  Yavuz (Michelstadt), den Ersten Kreisbeigeordneten Dietrich Kübler, Nicole Emig (Beerfelden), Heide Horn (Personalamt der Kreisverwaltung), Gizem Günyil (Reichelsheim), Justine Kapsa (Firma Meinhardt Marketing, Bad König), Anica Hennig (Michelstadt) und Projektleiterin Maria Zeitler.

Auszubildende des Odenwaldkreis bestehen erfolgreich Abschlussprüfung
21.07.2006
Auszubildende des Odenwaldkreis bestehen erfolgreich Abschlussprüfung

Insgesamt fünf Auszubildende der Kreisverwaltung sowie drei Verbundauszubildende des Odenwaldkreises haben erfolgreich ihre Abschlussprüfungen bestanden. Damit haben auch in diesem Jahr alle Nachwuchskräfte, die am Landratsamt eine Lehre absolvierten, den Grundstein für ihre berufliche Zukunft gelegt.


Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte Landrat Horst Schnur den Azubis ihre Abschlusszeugnisse und beglückwünschte die jungen Männer und Frauen zu ihrem Erfolg: „Sie haben einen weiteren wichtigen Schritt in ihrem Leben gemacht und durch ihre erfolgreiche Ausbildung eine berufliche Perspektive erhalten. Ich freue mich, dass sie alle die Lehrzeit durchgehalten haben und hoffe, dass ihnen eine gute Zukunft im Berufsleben bevorsteht. Ein besonderer Glückwunsch geht an Daniela Johe die mit der Note ‚sehr gut’ einen ganz außergewöhnlichen Erfolg erzielt hat.“ In der Kreisverwaltung wurden die Berufe Fachangestellte für Bürokommunikation, Verwaltungsfachangestellte und Bauzeichner ausgebildet, im Ausbildungsverbund waren es Kaufleute für Bürokommunikation. Bei den Ausbildungsverbünden wird der Odenwaldkreis nachhaltig von Firmen und Kommunen aus dem Odenwald unterstützt. Der Ausbildungsaufwand wird dadurch auf mehrere Schultern verteilt. Am Ausbildungserfolg der Verbundauszubildenden waren beteiligt: Fa. Jakob Maul GmbH, Bad König; LKY Wartungs- und Industrieservice GmbH, Michelstadt; Fa. Bechtold & Sohn, Beerfelden; Fa Braun & Wettberg GmbH, Beerfelden; Fa. IBIS Elektrotechnik Alarmanlagen, Reichelsheim; Gemeinde Reichelsheim; Stadt Beerfelden

Karl Eppel, Hauptabteilungsleiter, wies auf die hohe Bedeutung solcher Verbundausbildungen zur Minderung des Lehrstellenmangels hin: „Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Firmen in der Region bedanken, die uns bei der Umsetzung des Verbundausbildungsmodells helfen. Auch für die Zukunft gilt es, alte Partner für eine Beteiligung zu gewinnen und neue zu akquirieren.“

Personalratsvorsitzender Heinz Heilmann stellte die Wichtigkeit einer Perspektive nach abgeschlossener Berufsausbildung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen „Ich danke hier ausdrücklich dem Kreisausschuss, der auch in diesem Jahr ermöglicht, dass alle Azubis der Kreisverwaltung für ein Jahr übernommen werden und unsere diesbezügliche Dienstvereinbarung fortbesteht. Damit haben alle die Chance in ihrem Beruf Fuß zu fassen.“

Landrat Schnur nahm die Zeugnisausgabe an die Auszubildenden auch zum Anlass, der Mitarbeiterin Britta Bönsel seine Glückwünsche auszusprechen, die sich im Zuge einer berufsbegleitenden Fortbildung ebenfalls zur Verwaltungsfachangestellten weiterqualifizieren konnte.

Informationen rund um das Thema Ausbildung im Verbund: 

Maria Zeitler,
Telefon 0 60 62 / 7 04 62; E
E-Mail:  m.zeitler@odenwaldkreis.de

FOTO: Den neuen Kaufleuten für Bürokommunikation Katrina Ziergöbel, Stefan Fink und Marius Trautmann sowie den Fachangestellten für Bürokommunikation Lisa Horlebein, Alexander Schäfer und Felix Kraft gratulierten Landrat Horst Schnur, Karl Eppel, Manfred Kaufmann




Fünf neue Plätze in der Verbund-Ausbildung
07.09.2005

Fünf neue Plätze in der Verbund-Ausbildung

Unternehmen und Verwaltungen geben jungen Menschen berufliche Perspektive

Ins dritte Jahr geht das Angebot des Odenwaldkreise an junge Menschen, eine Ausbildung im Verbund zu absolvieren und so eine berufliche Perspektive zu erhalten. Die Beteiligten kamen kürzlich zu einer gemeinsamen Vorstellungsrunde im Landratsamt in Erbach zusammen, bei dem auch die Auszubildenden begrüßt wurden, unter ihnen vier mit Realschulabschluss und einer mit Abitur. Das Ziel Industriekauffrau / Industriekaufmann wollen Stefanie Geissler (Michelstadt) und Axel Stöckeler (Beerfelden) erreichen. Eine Ausbildung zur Kauffrau / zum Kaufmann für Bürokommunikation absolvieren Julia Marie Kempf (Reichelsheim-Beerfurth), Benjamin Uhrig (Brombachtal) und Franziska Veit (Beerfelden-Hetzbach).

Landrat Horst Schnur und Projektleiterin Maria Zeitler erläuterten den aktuellen Stand der Verbundausbildung, die mit dem neuen Start Anfang September von insgesamt 15 Auszubildenden im Kreisgebiet wahrgenommen wird. Schnur und Zeitler dankten den Partnern, die dem Kreis dabei zur Seite stehen – zu bereits bewährten Mitstreitern kommen im Jahr 2005 fünf neue Unternehmen und eine weitere Gemeinde hinzu. Am dritten Verbund-Anlauf beteiligen sich im Lauf der nächsten drei Jahre die Gemeinden Brombachtal und Reichelsheim, die Firma Jakob Maul GmbH (Bad König-Zell), LKY Wartungs- und Industrie-Service GmbH (Michelstadt), Autohaus Kunkel, Reichelsheim, TOKO Etikettier- und Drucksysteme (Mossautal-Güttersbach), Bechtold Fensterbau (Mossautal), Grieser GmbH (Brombachtal), Meinhardt-Marketing GmbH (Bad König), Spiegelhauer Produktions- und Dienstleistungs-GmbH (Erbach-Lauerbach).

Heinz Heilmann, Vorsitzender des Personalrats der Kreisverwaltung, hob das Bemühen des Kreises um die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen hervor. Maria Zeitler unterstrich, dass die Betriebe jederzeit mit ihr Kontakt aufnehmen können, "wenn etwas zu besprechen ist". Die Ausbildung biete jungen Menschen die Gelegenheit, unterschiedliche Anforderungen kennen zu lernen – einerseits die einer modernen Verwaltung, andererseits Interessen, Aufgaben und Strukturen von Unternehmen, die ihre Entscheidungen unter den Bedingungen des Zeitalters der Globalisierung zu treffen haben.

Informationen rund um das Thema Ausbildung im Verbund: Maria Zeitler, Telefon 0 60 62 / 7 04 62; E-Mail:

 

FOTO: Ausbildung im Verbund – so heißt die berufliche Perspektive für fünf junge Leute seit September 2005. Sie werden während ihrer dreijährigen Lehrzeit von Arbeitgebern einerseits in der privaten Wirtschaft, andererseits in der Verwaltung betreut. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Vertretern der beteiligten Betriebe oder Verwaltungen sowie Projektleiterin Maria Zeitler (dritte von rechts) und Landrat Horst Schnur.


Verbund-Auszubildende ziehen positive Zwischenbilanz
23.08.2005
Erfahrungen nach den ersten Lehrjahren – Wechselnde Inhalte und Anforderungen zwischen Verwaltung und Wirtschaft

Die Ausbildung im Verbund unter Beteiligung verschiedener Partner bleibt nach guten Erfahrungen von nun bereits zwei Jahren ein bedeutsamer Baustein für den Odenwaldkreis in dem starken Bemühen, die Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen. Dieser Tage trafen sich die zehn Verbund-Auszubildenen im Landratsamt in Erbach und berichteten über ihre Erkenntnisse, die sie im ersten beziehungsweise zweiten Lehrjahr bei Firmen oder Verwaltungen gewonnen haben. In Landrat Horst Schnur, dem Personalratsvorsitzenden der Kreisverwaltung Heinz Heilmann und dem Leiter des Personalamtes, Manfred Kaufmann, fanden sie aufmerksame Zuhörer.

Die Auszubildenden zeigten sich sehr zufrieden und fanden es gut, dass sie solch eine Ausbildung im Verbund absolvieren können. "Man sammelt jede Menge neue Erfahrungen und lernt immer wieder neue Leute kennen", auf diesen Nenner lässt sich die positive Zwischenbilanz der Beteiligten bringen. Ihre Erfahrungen werden sich nach drei Jahren auf zumeist drei Ausbildungs-Etappen beziehen und von daher auch ganz unterschiedliche Ansätze, Inhalte, Anforderungen und Schwerpunkte umfassen. Nicht zuletzt deshalb erweist sich die Verbund-Ausbildung als zukunftweisendes Modell, zumal für Betriebe, die gemäß Berufsbildungsgesetz oder Ausbildungsverordnung nicht oder nicht vollständig ausbildungsberechtigt sind.

Der Odenwaldkreis ist der so genannte Stammbetrieb, übernimmt je Auszubildendem einen Anteil an der Ausbildung und zusätzliche Kosten, erledigt formale Angelegenheiten, berät die Betriebe sowie die Auszubildenden und koordiniert den Verlauf der Ausbildung.

Die derzeitigen Verbund-Auszubildenden und ihre Stationen neben der Kreisverwaltung:

Erstes Lehrjahr, Ausbildung zum Informatikkaufmann: Sascha Opp (Aeroclub Odenwald Michelstadt, Jakob Maul GmbH Bad König), Mario Krüger (Computer Herbig Erbach, Deutscher Internet Dienst Mossautal).

Erstes Lehrjahr, Ausbildung zur/zum Kauffrau/mann für Bürokommunikation:

Daniel Blömers (Gemeinde Mossautal, Privatbrauerei Schmucker Mossautal ), Stefanie Fink (Gemeinde Reichelsheim, Fa. Ibis Elektrotechnik Reichelsheim), Annika Lohnes (Fa. Spiegelhauer, Erbach-Lauerbach), Sascha Maier (Stadt Michelstadt, Rowenta Werke Erbach).

Zweites Lehrjahr, Ausbildung zum Industriekaufmann:

Alexander Reifuss (Gemeinde Brensbach, Fa. Jacob Ritter Brensbach).

Zweites Lehrjahr, Ausbildung zur/zum Kauffrau/mann für Bürokommunikation:

Natascha Gärtner ( Braun & Wettberg Beerfelden, Stadt Beerfelden, Bechtold & Sohn Beerfelden), Katrina Ziergöbel (Fa. Jakob Maul Bad König/Zell, LKY Michelstadt), Marius Trautmann (Bechtold & Sohn, Beerfelden, Braun & Wettberg Beerfelden, Stadt Beerfelden).

Mit 43.000 Euro aus dem Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums beziehungsweise Mitteln des Europäischen Sozialfonds fördert das Land Hessen – wie bereits berichtet - die nächsten fünf Verbund-Ausbildungen, an denen der Odenwaldkreis gemeinsam mit Partnern aus der freien Wirtschaft und weiteren Behörden beteiligt ist und die am 1. September 2005 beginnen.

Nähere Informationen über die Verbundausbildung:

Projektleiterin
Maria Zeitler,
Telefon 0 60 62 / 7 04 62;
E-Mail: m.zeitler@odenwaldkreis.de 

Ausbildung im Verbund besteht Bewährungsprobe
12.05.2005
Der starke Einsatz des Odenwaldkreises für den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit spiegelt sich im mittlerweile dritten Jahr auch in der Ausbildung in Verbünden mit verschiedenen Partnern wider. Projektleiterin Maria Zeitler konnte sich kürzlich bei der Firma Spiegelhauer -innovative Kunststofftechnik in Erbach/Lauerbach- ein Bild davon machen, wie positiv sich diese Form der Ausbildung sowohl für das Unternehmen als auch für die Auszubildende konkret auswirkt.
Annika Lohnes, die zu den sechs Lehrlingen zählt, die im September 2004 ihre Ausbildung zur Kauffrau/-mann für Bürokommunikation (vier) beziehungsweise zum Informatikkaufmann (zwei) begonnen haben, berichtete selbst über die Vorteile des Verbundes: Sie gewinnt Einblicke in unterschiedliche Betriebsabläufe – und strukturen, und dies während der Ausbildungszeit nicht nur an einem Platz, sondern sozusagen an drei Lehrorten. Bis November wird sie bei der Firma Spiegelhauer bleiben und dann zur Kreisverwaltung wechseln. Mit den Erfahrungen aus der öffentlichen Verwaltung geht es dann im Anschluss wieder in die Privatwirtschaft zurück. Annika Lohnes wird ihr letztes Ausbildungsjahr bei der Firma Jakob Maul GmbH in Bad König absolvieren. Auf diese Weise nutzt sie eine besondere Chance: Im Wechsel zwischen den Stationen in der Privatwirtschaft und in der Verwaltung ganz unterschiedliche Inhalte und Anforderungen kennen zu lernen.
Jürgen Spiegelhauer, mit seinem Unternehmen im dritten Jahr in der Kreisstadt angesiedelt (zuvor Brombachtal-Böllstein), lobt die Leistungsbereitschaft seiner Verbundauszubildenden und bestätigt, dass diese die Lehr-Teilzeit nicht bei ihm absolvieren könnte, wäre da nicht das Verbundsystem. Damit geht für die beteiligten Betriebe nicht allein der Vorteil geringerer finanzieller Belastung einher: Die Begleitung durch die Projektleiterin bei der Kreisverwaltung ist eine echte Serviceleistung. Die Kreisverwaltung als Ausbildungsbetrieb organisiert alles rund um die Ausbildung. Das spart den Firmen Zeit und Geld.
Marianne Heil, bei Spiegelhauer verantwortlich für Personalangelegenheiten, zieht ebenfalls eine anerkennende Zwischenbilanz zum ersten Versuch des Unternehmens auf dem Sektor Verbundausbildung im kaufmännischen Bereich. Aufgrund der guten Erfahrungen stellt Spiegelhauer auch in diesem Jahr wieder einen Verbundausbildungsplatz zur Verfügung. Bisher bildete der Betrieb regelmäßig zwei junge Menschen im gewerblichen Bereich aus.
Wie es in der Region gar nicht so selten ist, bleiben Unternehmen wie die Produktions- und Dienstleistungs-GmbH Spiegelhauer in der unmittelbaren Umgebung verhältnismäßig unbekannt. Kleinen und mittelständischen Betrieben fehlt es allzuoft auch an Zeiten und Kapazitäten, sich um erhöhte Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu bemühen, selbst wenn Mitarbeiter bemerkenswerte Auszeichnungen erfahren. Ein Auszubildender in der Verfahrensmechanik wurde kürzlich vom Gesamtverbund kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) als viertbester in ganz Deutschland ausgezeichnet, wie Jürgen Spiegelhauer anlässlich des Gespräches über die Ausbildung im Verbund ergänzend anmerkte. Derzeit sind in Lauerbach 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Qualität der Leistungen ist durch die QS 9000-Zertifizierung aktuell nachgewiesen.
Spiegelhauer verfügt über einen kompetenten und eigenständigen Werkzeug- und Formenbau, widmet sich Weiterverarbeitung und Montagearbeiten und hat in der neuen Versandhalle alles auf die Konfektionierung und Verpackungswünsche anspruchsvoller Kunden zugeschnitten. Mittelfristig wird eine Spitzenposition im Branchensegment angestrebt. Informationen im Internet: www.spiegelhauer.de
Firmen, die an einer Verbundausbildung mit dem Odenwaldkreis interessiert sind, können sich jederzeit an die Projektleiterin Maria Zeitler wenden. Telefonverbindung: 0 60 62 / 7 04 62;
E-Mail: m.zeitler@odenwaldkreis.de

Englisch-Fortbildung im Kloster Höchst
27.03.2005
Vom 28. bis 29.10.2004 führte das Jugendamt des Odenwaldkreises organisiert von der Leiterin des Projektes Verbundausbildung, Maria Zeitler, in Zusammenarbeit mit VHS-Kursleiterin Erika Bornhorst ein zweitägiges kostenloses Englisch-Fortbildungsseminar im Kloster Höchst durch. Zehn Auszubildende, vier im ersten und sechs im zweiten Ausbildungsjahr als Kauffrau/mann für Bürokommunikation und als Informatikkaufmänner ihre Ausbildung absolvieren, nahmen daran teil.
Über diese Englisch-Fortbildung erhalten die Verbundauszubildenden Hilfestellung im Abfassen englischsprachiger Geschäftsbriefe und E-Mails und lernen Telefonate mit dem Ausland kompetent zu führen. Diese Sprachkompetenzen werden durch die europa- und weltweiten wirtschaftlichen Beziehungen, insbesondere in der kaufmännischen Branche und in der Informatik immer wichtiger.
Fortbildungsveranstaltungen für die Verbundauszubildenden werden vom Odenwaldkreis zweimal jährlich je nach dem angemeldeten Bedarf der Verbundausbildungsbetriebe beziehungsweise in Absprache mit den Verbundbetrieben durchgeführt. Diese Serviceleistung, durch den Kreisausschuss des Odenwaldkreises organisiert, wird durch Fördergelder vom Land Hessen und durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.

Besondere Chance für sechs Jugendliche
06.09.2004
Das stetig verstärkte Engagement des Odenwaldkreises gegen die Jugendarbeitslosigkeit dokumentiert sich seit rund 15 Monaten auch in der Beteiligung an Ausbildungsverbünden. Waren es damals zum Auftakt vier Jugendliche, denen auf diese Weise der Start in den Beruf geebnet werden konnte, so sind es in diesem Jahr sechs junge Leute, die dank der Mithilfe von Partnern aus der freien Wirtschaft eine Chance bekommen. Die Beteiligten fanden sich dieser Tage zu einem Gespräch im Landratsamt in Erbach ein, bei dem auch die Auszubildenden vorgestellt worden sind.
Der Hauptabteilungsleiter der Kreisverwaltung, Karl Eppel, und Projektleiterin Maria Zeitler gaben Erläuterungen zum aktuellen Stand der Verbundausbildung. Sie dankten den Partnern, die dem Kreis dabei zur Seite stehen. Dies sind bei Beginn der zweiten Verbund-Auflage die Stadt Michelstadt, die Gemeinden Mossautal und Reichelsheim, der AECO Aeroclub Odenwald e. V. in Michelstadt, sowie die Firmen Computer-Herbig in Erbach und Spiegelhauer in Erbach-Lauerbach. Im Laufe der nächsten drei Jahre werden die Auszubildenden darüber hinaus einen Teil ihrer Lehrzeit bei folgenden Unternehmen absolvieren können: Firma Ibis Elektrotechnik, Reichelsheim; Deutscher Internet Dienst GmbH, Mossautal; Jakob Maul GmbH, Bad König; Rowenta Werke GmbH, Erbach; Privat-Brauerei Schmucker, Mossautal.
Aus rund 70 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt, haben am 1. September Daniel Blömers (Mossautal), Stefanie Fink (Reichelsheim), Annika Lohnes (Bad König) und Sascha Maier (Bad König-Kimbach) ihre Ausbildung zum Bürokaufmann / zur Bürokauffrau begonnen, Mario Krüger (Michelstadt-Würzberg) und Sascha Opp (Höchst) wollen Informatikkaufmann werden. Während einer der neuen Azubi den Sprung in die Lehrzeit mit dem Hauptschulabschluss schaffte, weisen vier einen Realschulabschluss nach, Stefanie Fink sogar das Abitur. Ihren Berufsschulunterricht erhalten die Informatikkaufleute in Darmstadt, die Bürokaufleute in Michelstadt.
Karl Eppel appellierte an die Jugendlichen, sie sollten zeigen, was in ihnen steckt und ihr Können beweisen. Heinz Heilmann, Vorsitzender des Personalrats der Kreisverwaltung, unterstrich die Bedeutung, die der Kreis dem Thema Ausbildung beimisst und forderte die Neulinge des Berufslebens auf, immer wieder Fragen zu stellen, um beim lebhaften Laufbahn-Start voranzukommen.
Reichelsheims Bürgermeister Gerd Lode hob hervor, dass die Ausbildung im Verbund für junge Menschen eine besondere Chance bietet: Im Wechsel zwischen den Stationen in der Privatwirtschaft und in der Verwaltung verschiedene Anforderungen kennen zu lernen.