Die derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklungen, schwache Konjunkturdaten und die dramatische Lage auf dem Beschäftigungs- und Ausbildungsmarkt lähmen die Lebensperspektiven der jüngeren Generation besonders. Vermehrt finden Schulabgänger/-innen keinen Ausbildungsplatz bzw. auch keine unqualifizierte Stelle zur Überbrückung.
Der Odenwaldkreis erkennt in diesem Bereich besonderen Handlungsbedarf und beabsichtigt mit der Initiative „Ausbildungsallianz“ die Ausbildungsplatzsituation im Odenwaldkreis zu verbessern.
Der Odenwaldkreis ist selbst mit 13 Fachangestellten für Bürokommunikation, vier Inspektoranwärter/innen, zwei Informatikkaufleuten und einer Bauzeichnerin der größte Ausbilder im Kreisgebiet. Im September 2005 wird die Kreisverwaltung wieder vier Ausbildungsplätze in den Bereichen Verwaltungsfachangestellte/r (1) und Fachangestellte/r für Bürokommunikation (3) zur Verfügung stellen. Hinzu kommen Ausbildungsmaßnahmen im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis und den Beruflichen Schulen des Odenwaldkreises. Das Gesundheitszentrum bildet derzeit 60 Krankenpflegeschüler/innen und 25 Altenpflegeschüler/innen sowie 2 Arzthelfer/innen aus. In den Beruflichen Schulen des Odenwaldkreises (Berufsfachschule für das holz- u. elfenbeinverarbeitende Handwerk) absolvieren 36 Tischler, 17 Holzbildhauer, 13 Elfenbeinschnitzer und 7 Drechsler ihre Ausbildung.
Die Initialisierung der Verbundausbildung in 2003 im Odenwaldkreis hat gezeigt, dass neue innovative Ideen nicht nur zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen, sondern auch von den Betrieben positiv bewertet werden. In 2003 hat der Odenwaldkreis als Ausbildungsbetrieb (Leitbetrieb) 4 Verbundplätze geschaffen und in 2004 auf 10 erhöhen können. Dies konnte nur mit dem Engagement der ortsansässigen Firmen, den Städten und Gemeinden im Odenwaldkreis realisiert werden. Ihre Motivation und ihre Aufgeschlossenheit neue Wege mit zu gehen, hat 10 weiteren Jugendlichen, die ansonsten ohne Lehrstelle geblieben wären, den Grundstein für eine berufliche Perspektive legen können. ( zu den Partnerbetrieben )
Gleichzeitig zeigen die aktuellen Zahlen auf dem Ausbildungsmarkt, dass wir weiterhin intensiv nach Partner/-innen für die Verbundausbildung suchen müssen und auch in 2005 wieder Mitstreiter/-innen brauchen, die sich an diesem Modell beteiligen. Die erste Hürde, der Übergang von der Schule in Ausbildung muss gelingen, sonst werden wir am Ende alle die gesellschaftlichen Folgekosten zahlen müssen. Wir möchten deshalb alle interessierten Betriebe aufrufen, sich zu melden und sich an unserer Verbundausbildungsmöglichkeit zu beteiligen Insbesondere für kleinere Betriebe, die noch nicht ausgebildet haben, ist dieses Modell besonders interessant. Sie können darüber in die Ausbildung einsteigen und werden während der gesamten Ausbildungszeit unterstützt. |